Berlin schwitzt unter einer Hitzewelle, doch in den Freibädern lauert noch immer Gefahr durch den Eichenprozessionsspinner. Die Raupen mit ihren Brennhaaren können bei Menschen Hautausschläge, Juckreiz und Atemprobleme auslösen. Trotzdem bleiben die meisten Berliner Freibäder geöffnet, wie eine Umfrage der Bezirksreporterin Julia Lehmann ergab.
Maßnahmen der Bäderbetreiber
Die Bäderbetreiber haben verschiedene Strategien entwickelt, um die Belastung zu minimieren. In einigen Freibädern wurden die befallenen Eichen abgesperrt oder die Raupen abgesaugt. In anderen Bereichen werden regelmäßig Kontrollen durchgeführt, um neue Nester frühzeitig zu entdecken. Laut Bezirksamt Mitte sind die Maßnahmen erfolgreich: „Bislang gab es keine Zwischenfälle mit Badegästen“, so eine Sprecherin.
Gefahr erst ab Juli gebannt
Erst ab Juli verpuppen sich die Eichenprozessionsspinner. Dann lässt auch die Gefahr durch ihre Brennhaare nach. Bis dahin sollten Badegäste die ausgewiesenen Sperrzonen unbedingt meiden. „Die Brennhaare können auch durch die Luft getragen werden und allergische Reaktionen auslösen“, warnt ein Gesundheitsexperte. Besonders Kinder und Asthmatiker sollten vorsichtig sein.
Die Berliner Bäderbetriebe betonen, dass die Sicherheit der Gäste oberste Priorität habe. Sollte die Belastung in einem Bad zu hoch werden, werde dieses kurzfristig geschlossen. Bisher sei dies jedoch nicht nötig gewesen.
Hitzewelle treibt Besucherzahlen
Die anhaltende Hitzewelle mit Temperaturen über 30 Grad treibt die Besucherzahlen in die Höhe. Viele Berliner suchen Abkühlung in den Freibädern. Die Betreiber appellieren an die Vernunft der Gäste: „Bitte halten Sie sich an die Hinweise und betreten Sie keine abgesperrten Bereiche“, so ein Sprecher der Bäderbetriebe. Nur so könne ein unbeschwerter Badespaß gewährleistet werden.



