Hotelmitarbeiter bricht nach Ofarim-Fall sein Schweigen
Hotelmitarbeiter bricht nach Ofarim-Fall sein Schweigen

Der Hotelmitarbeiter aus Leipzig, dem Gil Ofarim fälschlich antisemitische Äußerungen vorgeworfen hatte, hat sich erstmals öffentlich geäußert. In der Wochenzeitung „Die Zeit“ kritisierte der Mann Ofarims Auftritt im RTL-Dschungelcamp und sagte, der Musiker stelle sich als Opfer dar. Dabei sei der Hotelmitarbeiter nach den Antisemitismus-Vorwürfen damals massiv bedroht worden, habe sogar Morddrohungen erhalten und sei zeitweise an einen sicheren Ort gebracht worden.

Ofarim hatte seine falschen Vorwürfe später im Verleumdungsprozess zurückgenommen – das Verfahren wurde eingestellt. Laut Hotelmitarbeiter hatte Ofarim an jenem Abend im Oktober 2021 wegen eines technischen Problems etwa 20 Minuten mit anderen Gästen am Check-In warten müssen. Der Künstler sei aufgebracht gewesen, habe gepöbelt und gedroht, die Zustände öffentlich zu machen. Daraufhin habe der Angestellte Ofarim den Meldeschein weggezogen und ihm gesagt, unter diesen Umständen könne er nicht Gast sein.

Den Hotelangestellten, der inzwischen in einem anderen Haus arbeitet, mache es fassungslos, dass Ofarim im Dschungelcamp erneut die Aufnahmen der Überwachungskamera in Zweifel stellte. „Mir geht es nicht gut damit, wie er sich jetzt inszenieren konnte“, sagte der Mann. Er habe den Eindruck, dass die öffentliche Wahrnehmung des Falls wieder kippen könnte. Die Staatsanwaltschaft Leipzig sieht jedoch keine Veranlassung für neue Ermittlungen.

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Ofarim sagte am Donnerstag, er ärgere sich rückblickend, dass er sich im Dschungelcamp zu Prozessinhalten geäußert habe. Vor Gericht hatte er die ursprünglichen Vorwürfe als Lüge eingeräumt und dem Hotelmitarbeiter eine finanzielle Entschädigung von 20.000 Euro zugesagt. Diese habe er noch nicht erhalten, so der Hotelmitarbeiter. Für seinen Sieg im Dschungelcamp erhält Ofarim 100.000 Euro.

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