Hitzewelle beim Sport: Warum Hobbysportler die Gefahr unterschätzen
Hobbysportler unterschätzen Hitzegefahr

Das Jahr von Sportkolumnisten teilt sich im Prinzip in zwei Jahreszeiten: „Sport bei Minusgraden“ und „Sport bei Hitze“. Frühling und Herbst sind sowieso glorreich für Sport im Freien. Nicht ganz umsonst gibt es im Laufkalender die Frühjahrs- und Herbstmarathons. Sehr wenige im Winter. Quasi keine im Hochsommer. Denn sehr hohe Temperaturen stellen den Körper vor besondere Aufgaben.

Der wiederkehrende Irrglaube

Nutzen wir die kurze Unterbrechung der Hitzewelle, um mit kühlem Kopf über Sport im Lichte der Jahreszeiten nachzudenken. Denn obwohl das Wissen um Sport und Hitze jedes Jahr brav neu vermittelt wird, bin ich überrascht, wie viele Menschen mir aktuell sportelnd begegnen – bei Temperaturen, die ich aus guten Gründen für Anstrengungen im Freien meide. Thorsten Firlus schreibt in seiner Kolumne: „Ich bin überrascht, wie viele Menschen mir aktuell sportelnd begegnen – bei Temperaturen, die ich aus guten Gründen für Anstrengungen im Freien meide.“

Die Gefahren für den Körper

Hitze belastet den Kreislauf enorm. Der Körper muss mehr Blut in die Haut pumpen, um Wärme abzugeben, was die Durchblutung der Muskeln reduziert. Zudem steigt die Kerntemperatur, was zu Hitzschlag, Krämpfen oder Erschöpfung führen kann. Besonders gefährdet sind ungeübte Sportler, die ihre eigene Leistungsfähigkeit überschätzen. Schon Temperaturen über 30 Grad Celsius sollten Anlass sein, das Training zu verschieben oder in kühlere Morgen- oder Abendstunden zu verlegen.

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Kühler Kopf als Strategie

Die beste Strategie ist Prävention: Ausreichend Wasser trinken, leichte Kleidung tragen und Pausen einlegen. Auch die Wahl der Route spielt eine Rolle – Schatten und Wasserquellen helfen. Wer doch bei Hitze läuft, sollte auf Warnsignale wie Schwindel oder Kopfschmerzen achten. Der Körper braucht Zeit zur Akklimatisierung, daher sind erste Hitzetage besonders tückisch. Marathons werden bewusst nicht im Hochsommer geplant, denn die gesundheitlichen Risiken sind zu hoch. Also: Lieber eine Pause gönnen, als die Gesundheit zu gefährden.

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