Sternekoch Johann Lafer hat eine Lymphdrüsenkrebs-Diagnose erhalten und spricht nun erstmals ausführlich über die Veränderungen in seinem Leben. Der 68-Jährige, der vom armen Bauernhofkind zum TV-Star aufstieg, betont: „Ich will leben, arbeiten, lieben.“ Die Krankheit habe seinen Blick auf das Wesentliche geschärft.
Keine Angst vor dem Tod
Lafer, der jahrelang für seine Spitzenküche mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde, erklärt, dass er keine Angst mehr vor dem Tod habe. „Ich habe gelernt, den Moment zu genießen“, sagt er. Die Diagnose habe ihn gelehrt, Prioritäten zu setzen und sich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt: Familie, Freundschaft und Leidenschaft.
Veränderter Genuss am Essen
Auch sein Verhältnis zum Essen habe sich gewandelt. Früher stand Perfektion im Vordergrund, heute gehe es um Freude und Gemeinschaft. „Essen ist mehr als nur Nahrung – es ist Liebe“, so Lafer. Er koche jetzt bewusster und genieße jede Mahlzeit mit dankbarem Herzen.
Lehren aus einem bewegten Leben
Der Verlust des Michelin-Sterns habe ihn zunächst getroffen, aber heute sieht er es als Chance. „Fehler sind Teil des Lebens“, reflektiert er. Seine Kindheit in Armut habe ihn geprägt, aber nicht gebrochen. Vielmehr treibe ihn der Wunsch an, anderen zu helfen und seine Erfahrungen zu teilen. Lafer engagiert sich verstärkt in der Krebsforschung und möchte Betroffenen Mut machen.
„Ich habe gelernt, dass es nicht um Ruhm geht, sondern um die Menschen, die einen umgeben“, schließt Lafer. Sein Kampf gegen den Krebs ist noch nicht vorbei, aber er geht ihn mit neuer Kraft und einer positiven Einstellung an.



