Neue Mega-Klinik in Essen: Weltklasse-Zentrum für Nuklearmedizin eröffnet
Mega-Klinik in Essen: Weltklasse-Zentrum für Nuklearmedizin

An der Uniklinik Essen wurde am Dienstag das modernste Zentrum für Nuklearmedizin Deutschlands eröffnet. Es hat Weltklasse-Status: Hier sollen künftig Patienten mit Hightech-Bildgebung untersucht und mit hoch spezialisierten radioaktiven Medikamenten behandelt werden.

Investition in Präzision und Hoffnung

Prof. Angelika Eggert (59), ärztliche Direktorin der Uniklinik Essen, sagte: „Wir investieren in die Zukunft der Diagnostik und Therapie. Wir investieren in Präzision und Krankheitsfrüherkennung. Wir investieren in Hoffnung.“ Denn: Mehr als zwei Millionen Menschen profitieren jedes Jahr in Deutschland von nuklearmedizinischen Untersuchungen. Sie werden eingesetzt, um Krebs, Herz-, Lungen-, Schilddrüsen- oder Nierenerkrankungen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln.

Mega-Klinik vereint Diagnostik und Therapie

Essen wird dabei zu einem der wichtigsten Standorte weltweit. Die Uniklinik gilt seit Jahrzehnten als Vorreiter auf diesem Gebiet. Bereits vor rund 20 Jahren wurde hier eines der ersten PET-CT-Systeme Europas eingesetzt. In der neuen Mega-Klinik steht nun das modernste sogenannte SPECT-CT weltweit, das Diagnostik und Therapie verbindet.

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Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (47, CDU) sagte bei der Eröffnung: „Die Nuklearmedizin hier in Essen spricht nicht nur für sich, sondern steht zugleich stellvertretend für die Stärken der Gesundheitsversorgung in Deutschland.“ Die neue Klinik eröffne „einen breiten Zugang zu innovativer Spitzenmedizin auf dem neuesten Stand der Entwicklung“.

Land fördert Bau mit 190 Millionen Euro

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (50, CDU) betonte, dass das neue Zentrum Patienten Zuversicht gebe und dazu beitrage, Spitzenforschung in NRW voranzutreiben. Auch deshalb förderte das Land den Bau der neuen Klinik mit 190 Millionen Euro. Ina Brandes (48, CDU), Wissenschaftsministerin in NRW, sagte, sie sei stolz, dass Patienten nun Zugang zu neuester Diagnostik und Therapie bekommen. Sie betonte außerdem, dass man mehr in Prävention denken und investieren müsse.

Theranostik als Hoffnungsträger der Krebsmedizin

Klinikdirektor Prof. Ken Herrmann (49) sagte: „Wir haben jetzt als erstes Zentrum in Deutschland ein eigenes Gebäude, das vollständig auf Theranostik ausgerichtet ist.“ Die sogenannte Theranostik gilt als Hoffnungsträger der Krebsmedizin. Ärzte spüren Tumore zunächst per PET-CT auf und schicken anschließend eine Infusion mit einem radioaktiven Wirkstoff direkt zu den Krebszellen. Die Therapie schont gesundes Gewebe deutlich besser als viele herkömmliche Behandlungen. Eingesetzt wird sie bereits bei Schilddrüsen- und Prostatakrebs, weitere Anwendungen werden derzeit in Essen erforscht.

Weltkonzern unterstützt bei Innovationen

„Unser Ziel ist es, die neuesten Therapieansätze aus der ganzen Welt möglichst schnell zu den Patienten zu bringen. Und auch selbst neue Therapien zu entwickeln“, sagte Prof. Herrmann. Dafür hat sich die Uniklinik mit GE HealthCare einen Weltkonzern ins Boot geholt. Das Unternehmen entwickelt modernste Scanner für die Krebsdiagnostik und arbeitet weltweit an neuen Verfahren der Theranostik. Christian Bernhard, Chef für internationale Partnerschaften bei GE HealthCare, sagte: „Als Vorreiter auf diesem Gebiet trägt Essen dazu bei, diese Zukunft schon heute Realität werden zu lassen.“ Für Prof. Herrmann ist die Richtung klar: „Die Zukunft der Krebsmedizin liegt darin, Tumore immer früher zu erkennen und Therapien immer gezielter einzusetzen. Mit dem neuen Zentrum schaffen wir dafür die Voraussetzungen.“

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