Metallischer Geschmack beim Sport: Sportmediziner erklärt Ursache
Metallischer Geschmack beim Sport: Ursache geklärt

Wer schon einmal nach einem 800-Meter-Lauf oder einem Sprint zur Straßenbahn außer Atem war, kennt das Phänomen: Ein metallischer Geschmack breitet sich im Mund aus, ähnlich wie bei Nasenbluten. Viele Menschen sind dann verunsichert und fragen sich, ob dies ein Anzeichen für Blut im Mund oder eine ernsthafte gesundheitliche Störung sein könnte. Ein Sportmediziner gibt nun Entwarnung: Der metallische Geschmack ist in der Regel harmlos und hat eine nachvollziehbare physiologische Ursache.

Was steckt hinter dem metallischen Geschmack?

Der unangenehme Geschmack tritt vor allem bei intensiven, kurzen Belastungen auf, wie Sprints oder anderen anaeroben Aktivitäten. Laut dem Sportmediziner entsteht er durch eine Kombination aus vermehrtem Speichelfluss und einer veränderten Zusammensetzung des Speichels bei starker körperlicher Anstrengung. Während des Sprints atmen viele Menschen durch den Mund, was die Mundschleimhaut austrocknet und die Konzentration von Mineralstoffen im Speichel erhöht. Diese Mineralstoffe, insbesondere Eisenionen, können einen metallischen Geschmack hervorrufen.

Kein Grund zur Sorge

Der Experte betont, dass es sich nicht um Blut handelt, das in den Mund gelangt. Vielmehr reagieren die Geschmacksknospen auf die erhöhte Konzentration von Metallionen im Speichel. Dies sei ein völlig normales Phänomen, das nach wenigen Minuten wieder verschwinde, sobald sich der Kreislauf beruhigt und die Atmung normalisiert. Der metallische Geschmack sei daher kein Anzeichen für eine Erkrankung oder Überlastung, sondern lediglich eine harmlose Begleiterscheinung intensiver Bewegung.

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Was kann man dagegen tun?

Wer den metallischen Geschmack vermeiden möchte, kann versuchen, während des Sprints bewusst durch die Nase zu atmen, um die Mundschleimhaut feucht zu halten. Auch das Trinken von Wasser vor und nach dem Sport kann helfen, den Speichel zu verdünnen und die Konzentration der Mineralstoffe zu senken. In den meisten Fällen ist jedoch keine spezielle Maßnahme erforderlich, da der Geschmack von selbst vergeht.

Der Sportmediziner rät, bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden einen Arzt aufzusuchen, um andere Ursachen auszuschließen. In der Regel sei der metallische Geschmack jedoch ein Zeichen für eine intensive, aber gesunde körperliche Betätigung.

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