Neue Lunge für Kronprinzessin Mette-Marit: Arzt bewertet Chancen
Neue Lunge für Mette-Marit: Arzt bewertet Chancen

Schwere Lungenfibrose: Kronprinzessin Mette-Marit benötigt eine neue Lunge

Das norwegische Königshaus hat bestätigt, dass Kronprinzessin Mette-Marit (52) auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gesetzt wurde. Seit Jahren leidet die Ehefrau von Kronprinz Haakon unter einer schweren Lungenfibrose, einer fortschreitenden Erkrankung, bei der sich das Bindegewebe in der Lunge vermehrt und das funktionstüchtige Gewebe verringert. Dies führt zu Vernarbungen, die den Gasaustausch behindern und Symptome wie Atemnot und Husten verursachen.

Bereits im Herbst des vergangenen Jahres hatten Ärzte eine deutliche Verschlechterung ihres Gesundheitszustands festgestellt. Der Palast erklärte damals, dass man sich dem Zeitpunkt nähere, an dem eine Transplantation notwendig werde. Nun ist es so weit: Mette-Marit wurde offiziell auf die Warteliste gesetzt.

Experte erklärt Ablauf und Prognose der Transplantation

Prof. Dr. Christian Taube, Direktor der Klinik für Pneumologie der Universitätsmedizin Essen-Ruhrlandklinik und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), erläutert den Eingriff: „Hierzu muss der Brustkorb eröffnet werden. Dann werden die beiden Lungenflügel nacheinander transplantiert. Die großen Atemwege der Spenderlunge werden mit den Hauptbronchien des Empfängers verbunden, ebenso das Gefäßsystem.“

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Taube zieht einen hoffnungsvollen Vergleich: „Wir kennen ja fast alle einen prominenten Vertreter, der sehr gut mit seiner neuen Lunge lebt: Roland Kaiser. Das hat bei ihm wirklich einen sehr guten Verlauf genommen.“ Dennoch warnt er vor Risiken: „In den letzten Jahren konnten Fortschritte erzielt werden, aber 40 bis 50 Prozent der Empfänger entwickeln eine längerfristige Abstoßungsreaktion, die trotz Medikamenten zum Organverlust führen kann. Es gibt aber viele, die zehn oder zwanzig Jahre gut zurechtkommen.“

Lungenfibrose: Eine Erkrankung mit vielen Gesichtern

Lungenfibrose ist ein Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen, bei denen das Bindegewebe der Lunge übermäßig wächst. Dies führt zu einer Versteifung des Lungengewebes und einer eingeschränkten Sauerstoffaufnahme. Die häufigsten Ursachen für eine Lungentransplantation sind neben der Fibrose auch die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD).

Die DGP hat eine weltweit erste Leitlinie zur Verbesserung der Nachsorge für Transplantierte herausgegeben. Taube betont: „Das ist von außerordentlicher Bedeutung, damit klar ist, welche Medikamente und weiteren Therapien verabreicht und Nachsorgetermine eingehalten werden müssen.“

Weitere Sorgen im Königshaus: Mette-Marits Sohn vor Gericht

Neben der Gesundheit der Kronprinzessin gibt es auch familiäre Belastungen: Ihr Sohn muss sich einem Gerichtsverfahren stellen. Die genauen Hintergründe sind nicht öffentlich bekannt, doch die Situation belastet die königliche Familie zusätzlich.

Die norwegische Bevölkerung hofft nun auf eine erfolgreiche Transplantation und einen ähnlich guten Verlauf wie bei Roland Kaiser. Die Ärzte sind optimistisch, aber die Risiken bleiben bestehen.

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