24 Jahre nach Hamas-Anschlag: Nierenspende vereint Retter und Geretteten
Nierenspende nach 24 Jahren: Retter und Geretteter vereint

Es begann mit einer simplen Entscheidung: Yonatan Rom meldete sich bei einem Organspende-Programm des Clalit-Beilinson-Krankenhauses in Petach Tikwa. Kurz vor der Operation durfte er den Empfänger seiner Niere kennenlernen – Reuven Tam. Im Gespräch stellte sich heraus, dass Reuvens Bruder Eyal der Mann war, der Yonatan 2002 bei einem Hamas-Anschlag das Leben gerettet hatte. „Jeder bekommt eine Gänsehaut“, sagte Transplantationskoordinatorin Anat Briger.

Die Geschichte des Anschlags

In der Nacht des 7. März 2002 griff ein Hamas-Terrorist ein vormilitärisches Trainingslager in Atzmona im Gazastreifen an. Fünf Schüler wurden getötet, 23 weitere verletzt – einige kritisch. Yonatan Rom arbeitete damals als Lehrer in dem Lager. Wie „The Jewish Chronicle“ berichtet, fuhr er zu seinem Arbeitsplatz, als er von dem Anschlag hörte. Der Terrorist eröffnete das Feuer auf sein Auto. Es war Eyal Tam, Kommandant eines Spezialkräfte-Teams, der den Terroristen erschoss und das Töten beendete. Er rettete Yonatan und viele weitere.

Ein Zufall der besonderen Art

Yonatan meldete sich in diesem Jahr bei einem Programm für Organspender an, ohne die Verbindung zu Reuven zu kennen. Erst kurz vor der Operation durfte er den Empfänger treffen. „Yonatan sah Reuven an und sagte: Dein Bruder hat mir vor 24 Jahren das Leben gerettet, und ich rette dir heute mit meiner Niere das deine“, erinnert sich Anat Briger. Die Ärzte des Krankenhauses betonten, dass Yonatans Niere zu vielen Empfängern gepasst hätte, doch dass die beiden ausgerechnet diese Verbindung haben, sei ein riesiger Zufall.

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Eine neue Chance für Reuven

Reuven Tam hat die Operation gut überstanden. Dem israelischen Sender „Channel 12“ sagte er: „Ich möchte Yonatan dafür danken, dass er mir eine neue Lebenschance gegeben hat. Wir hoffen, dass wir für den Rest unseres Lebens Freunde bleiben.“ Das Clalit-Beilinson-Krankenhaus führt nach Angaben der „Jerusalem Post“ mehr als 200 Transplantationen pro Jahr durch. Diese Spende aber wird wohl unvergessen bleiben.

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