Jedes Jahr im Mai oder Juni freuen sich viele auf das lange Pfingstwochenende. Die freien Tage werden oft für Ausflüge, Kurzurlaube oder Sportveranstaltungen genutzt. Doch für gläubige Christen hat Pfingsten eine tiefe religiöse Bedeutung. Der Pfingstmontag ist daher ein gesetzlicher Feiertag.
Pfingsten fällt 2025 auf den 24. und 25. Mai. Wie Ostern und Himmelfahrt ist es ein beweglicher Feiertag und endet nach sieben Wochen die Osterzeit. Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort „pentekosté“ ab, was „der Fünfzigste“ bedeutet. Bis zum 4. Jahrhundert wurde an Pfingsten auch die Himmelfahrt Christi gefeiert, bevor dieser Tag auf den 40. Tag nach Ostern verlegt wurde.
Pfingsten gilt als „Geburtstag der Kirche“. Gefeiert wird der Heilige Geist. Der biblischen Überlieferung nach (Apostelgeschichte 2) kamen die Jünger Jesu 50 Tage nach seiner Kreuzigung zum jüdischen Fest Schawuot in Jerusalem zusammen. Plötzlich fegte ein Sturm durch das Haus, und der Heilige Geist senkte sich in Form von Feuerzungen auf die Jünger. Sie begannen, fremde Sprachen zu verstehen und zu sprechen – dies gilt als Beginn der christlichen Mission.
Das Pfingstwunder wird auch als Aussendung oder Ausgießung des Heiligen Geistes bezeichnet. Der Heilige Geist steht für die Liebe, die von Gott zu den Menschen fließt. Symbolisch wird oft eine weiße Taube verwendet, obwohl in der biblischen Erzählung Flammen und Feuer erwähnt werden.
Zu den Bräuchen gehört der Pfingstochse, der auf die Jahreszeit verweist: Bauern trieben nach dem Winter das geschmückte Vieh auf die Almen. In Wildemann im Oberharz wird dies noch heute mit einem Umzug gefeiert. Auch Maibäume und Feuer haben regionale Bedeutung. Die christlichen Kirchen feiern Pfingsten mit weniger Gottesdiensten als Weihnachten oder Ostern, laden aber oft zu Andachten und Prozessionen unter freiem Himmel ein.



