Roche sichert sich Blutkrebs-Wirkstoff für bis zu 2,3 Milliarden Dollar
Roche: Milliardendeal für Blutkrebsmittel

Der Schweizer Pharmakonzern Roche baut seine Medikamenten-Pipeline mit einem Milliarden-Deal aus. Für die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung des Blutkrebs-Wirkstoffs Bexobrutideg zahlt Roche dem US-Partner Nurix Therapeutics eine Vorabprämie von 700 Millionen Dollar, wie die beiden Unternehmen am Montag mitteilten.

Inklusive erfolgsabhängiger Meilensteinzahlungen könne das Volumen der Vereinbarung auf bis zu 2,3 Milliarden Dollar anwachsen. Die Transaktion soll im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden.

Neue Medikamentenklasse gegen Resistenzen

Bexobrutideg soll im Sommer in die entscheidende dritte Phase der klinischen Prüfung für die Behandlung von chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) gehen. Es gehört zu einer neuen Klasse von Medikamenten, die gezielt krankheitsverursachende Proteine abbauen. Damit sollen auch Resistenzen überwunden werden, die bei bisherigen Standardtherapien auftreten.

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Potenzial auch bei anderen Erkrankungen

Neben Blutkrebs sehen die Unternehmen zudem Potenzial für den Einsatz in der Immunologie und Neurologie, etwa bei Multipler Sklerose. Die Kosten für die Entwicklung teilen sich Roche und Nurix den Angaben zufolge im Verhältnis 60 zu 40.

In den USA wollen die Partner das Mittel gemeinsam vermarkten und sich Gewinn und Verlust teilen, in den anderen Teilen der Welt übernimmt Roche den Vertrieb und zahlt Nurix Lizenzgebühren.

Ausblick und weitere Forschung

Roche arbeitet zudem an einem Wirkstoff gegen Alzheimer und bringt möglicherweise bald einen neuen Test auf den Markt. Mit dem aktuellen Deal sichert sich der Konzern vielversprechende Perspektiven im Kampf gegen Blutkrebs und darüber hinaus.

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