Schlafstörungen nach Geburt: Autorin findet Ursache und Heilung
Schlafstörungen nach Geburt: Autorin findet Ursache

Schlafstörungen nach der Geburt: Eine persönliche Leidensgeschichte

Etwa sechs Millionen Menschen in Deutschland sind von Schlafstörungen betroffen. Unsere Autorin konnte über Monate nicht ein- und durchschlafen. Hier berichtet sie von der unerwarteten Diagnose ihres Arztes, die alles veränderte.

Schlafentzug ist eine Foltermethode. Das ist keine Floskel, sondern eine Tatsache, die auch im Völkerrecht verankert ist. Laut den Genfer Konventionen zählt Schlafentzug zur „Weißen Folter“. Darunter versteht man psychische Foltermethoden, die das Wesen eines Menschen nachhaltig verändern können. Wie extrem belastend dauerhafter Schlafmangel ist, können auch Menschen nachvollziehen, die unter chronischen Schlafstörungen leiden oder gelitten haben – auch ich gehöre dazu. Nicht richtig schlafen zu können – das war für mich ein wahrgewordener Albtraum.

Dabei war ich bis zur Geburt meiner Tochter eine begnadete Schläferin und hatte damit nie Probleme. Ich konnte schlafen bei Lärm, bei Jetlag oder wenn es hell ist. Ich bin in Zügen eingeschlafen, bei Flugreisen oder auf dem Beifahrersitz im Auto. „Schlafen, das ist für mich wie Kurzurlaub“, habe ich immer gesagt. Dann wurde ich Mutter und mit einem Mal veränderte sich mein Schlafverhalten ruckartig. Dass man mit Baby wohl viele schlaflose Nächte ertragen muss, das wusste ich von vornherein. Dass schlaflose Nächte aber bleiben, selbst wenn das Baby schon lange durchschläft – das wusste ich nicht. Erst mein Arzt brachte mich auf die richtige Spur für die Ursache.

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Die unerwartete Diagnose des Arztes

Nach Monaten des Leidens suchte ich schließlich einen Arzt auf. Er stellte fest, dass meine Schlafstörungen nicht allein auf die nächtlichen Unterbrechungen durch das Baby zurückzuführen waren. Vielmehr hatte sich mein Körper nach der Geburt hormonell verändert, was zu einem Ungleichgewicht führte. Eine spezielle Behandlung, die auf meine individuellen Bedürfnisse zugeschnitten war, half mir, wieder zu einem gesunden Schlafrhythmus zu finden. Die Therapie umfasste sowohl medikamentöse als auch verhaltenstherapeutische Ansätze.

Heute kann ich wieder durchschlafen und fühle mich wie neugeboren. Die Erfahrung hat mich gelehrt, wie wichtig es ist, bei anhaltenden Schlafproblemen professionelle Hilfe zu suchen. Viele Mütter leiden still, weil sie glauben, dass Schlafmangel nach der Geburt normal sei. Doch das muss nicht sein. Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung können die Lebensqualität enorm verbessern.

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