Schließung der Geburtsstation: Mütter in Potsdam sind entsetzt
Schließung Geburtsstation: Mütter in Potsdam entsetzt

Fassungslosigkeit, Wut und Trauer begleiten die geplante Schließung der Geburtsstation am St. Josefs-Krankenhaus in Potsdam. Diese Entscheidung im Rahmen der Krankenhausreform trifft vor allem Mütter hart, die hier ihre Kinder zur Welt gebracht haben. „Die rosarote Babyblase ist geplatzt – für uns und alle zukünftigen Mamas“, sagt eine betroffene Mutter.

Persönliche Erfahrungen der Mütter

Viele Frauen berichten von positiven Erlebnissen in der Geburtsstation. Eine Mutter erinnert sich: „Die Hebammen waren einfühlsam, die Ärzte kompetent. Ich fühlte mich rundum gut aufgehoben.“ Eine andere sagt: „Hier wurde ich in einer schwierigen Situation aufgefangen und liebevoll betreut.“ Die Schließung sei ein schwerer Schlag für die regionale Geburtshilfe.

Auswirkungen auf die Region

Die Schließung bedeutet für Schwangere in Potsdam längere Anfahrtswege zu anderen Kliniken. Die nächsten Geburtsstationen sind in Berlin oder anderen Städten. Dies erhöht das Risiko für Komplikationen unterwegs. „Das ist eine Katastrophe für alle werdenden Mütter in der Umgebung“, so eine weitere Stimme.

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Laut Angaben des Krankenhauses werden jährlich rund 800 Kinder im St. Josefs-Krankenhaus geboren. Die Schließung ist Teil eines Sparkurses, um die Klinik wirtschaftlich zu stabilisieren. Die Krankenhausreform des Bundes sieht Einsparungen vor, die viele kleine Abteilungen treffen.

Proteste und Initiativen

Betroffene haben eine Petition gestartet, die bereits über 5.000 Unterschriften gesammelt hat. Sie fordern den Erhalt der Geburtsstation. „Wir kämpfen für jede Geburt, die hier noch stattfinden könnte“, sagt eine Initiatorin. Auch die Politik ist gefordert: Die Stadtverordnetenversammlung debattiert über mögliche Rettungskonzepte.

Einige Mütter kritisieren die mangelnde Transparenz bei der Entscheidungsfindung. „Man hätte uns früher einbeziehen müssen“, sagt eine Frau. Die Klinikleitung verweist auf die wirtschaftliche Notwendigkeit. „Wir verstehen die Emotionen, aber die Zahlen zwingen uns zu diesem Schritt“, so ein Sprecher.

Zukunft der Geburtshilfe in Potsdam

Experten warnen vor einer Unterversorgung. „Wenn immer mehr Geburtsstationen schließen, wird die flächendeckende Versorgung gefährdet“, sagt ein Geburtshelfer. Die Mütter hoffen auf eine Lösung, etwa durch eine Kooperation mit anderen Kliniken oder eine Finanzspritze des Landes.

Bis zur endgültigen Schließung werden noch einige Monate vergehen. Die Station nimmt bis dahin weiterhin Geburten an. „Wir werden jede einzelne Geburt bis zum letzten Tag würdevoll begleiten“, verspricht das Team. Für viele Mütter bleibt die Erinnerung an einen besonderen Ort, der bald Geschichte sein wird.

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