Studierende unter Druck: Job und Prüfungen belasten massiv
Studierende unter Druck: Job und Prüfungen belasten

Rund jeder dritte Studierende in Deutschland fühlt sich durch die Kombination von Studium und Job überfordert. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Demnach geben 34 Prozent der Befragten an, unter Druck zu stehen, Studium und Arbeit unter einen Hut zu bringen. Knapp ein Viertel (24 Prozent) leidet unter finanziellen Sorgen. Der häufigste Stressauslöser sind jedoch Prüfungen: 49 Prozent der Studierenden fühlen sich dadurch belastet. Insgesamt berichten 41 Prozent der Studierenden von häufigem Stress.

Kritik an Bärs Äußerungen

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) hatte kürzlich in einem Interview erklärt, dass eine baldige Bafög-Erhöhung auf der Kippe stehe. Sie sagte: „Es ist kein Drama, wenn Studierende neben dem Studium jobben – viele sammeln dabei sogar wichtige Erfahrungen fürs Leben und den Beruf.“ Diese Aussage stieß auf heftige Kritik. Der Studierendenverband Freier Zusammenschluss von Student*innenschaften bezeichnete Bärs Äußerungen als „Frechheit gegenüber drei Millionen Studierenden in Deutschland und noch mehr gegenüber Studieninteressierten“.

Hohe emotionale Erschöpfung

Laut TK stagniert die Stressbelastung der Studierenden seit der Coronapandemie auf hohem Niveau. Während sich 2023 noch 44 Prozent häufig gestresst fühlten, waren es 2015 nur 23 Prozent. Aktuell weisen 35 Prozent der Studierenden eine hohe oder sehr hohe emotionale Erschöpfung auf und sind damit burn-out-gefährdet. 2017 lag dieser Anteil noch bei 24 Prozent. Die telefonische Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut Forsa im Januar unter 1000 Studierenden ab 18 Jahren durchgeführt.

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Skeptische Zukunftsaussichten

Eine weitere Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY zeigt, dass Studierende auch ihre berufliche Zukunft skeptischer sehen als noch vor zwei Jahren. Deutlich weniger gehen sicher davon aus, nach dem Studium schnell einen Job zu finden, der ihren Erwartungen und Qualifikationen entspricht. Die Ergebnisse verdeutlichen die wachsende Unsicherheit unter den Studierenden.

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