Beim achten Event der sechsten SailGP-Saison setzten sich die Spanier von Los Gallos im Finale von Portsmouth durch. Die Mannschaft um den 49er-Olympiasieger Diego Botin verwies Schweden, Kanada und die Schweiz auf die Plätze. Die australischen Rekordsieger und Tabellenführer der Bonds Flying Roos, Neuseelands Black Foils sowie die britischen Gastgeber verpassten überraschend den Finaleinzug.
Deutsches Team mit dramatischer Beinahe-Kenterung
Das Germany SailGP Team hatte sich bereits am Samstag durch eine schwache Performance und eine gefährliche Situation um die Finalchancen gebracht. Nach Abstimmungsproblemen verloren Fahrer Erik Kosegarten-Heil und seine Crew kurzzeitig die Kontrolle über ihren F50-Rennkatamaran und kamen dem Kentern gefährlich nahe. Sie konnten das Boot jedoch aus eigener Kraft wieder aufrichten. Am Sonntag zeigte das Team dann einen Blitzstart und einen Bilderbuch-Rennsieg, doch die Gala reichte angesichts des schwachen ersten Tages nur zu Platz zehn unter 13 Teams und einem einzigen Punkt für die Saisonwertung.
Stimmen und Ausblick
„Es war insgesamt nicht das beste Event für uns“, räumte Kosegarten-Heil ein. Mit 28 Punkten fiel das deutsche Team auf Rang acht der Gesamtwertung zurück. Die Tabellenführung verteidigte Australien trotz Platz sieben mit 66 Punkten vor den stark aufgekommenen Los Gallos (54 Punkte) und dem schwedischen Team Artemis (47 Punkte). Die Saison wird am 22. und 23. August in Sassnitz auf Rügen fortgesetzt. „Wir freuen uns darauf. Das war letztes Jahr der Wahnsinn und ein Wendepunkt“, sagte der zweimalige Olympia-Dritte Kosegarten-Heil.



