Nach der Ausbreitung eines Waldbrandes an der südlichen Adriaküste Italiens werden seit dem frühen Morgen Hunderte Menschen mit Schiffen in Sicherheit gebracht. Die Küstenwache erklärte in Onlinediensten, dass allein am Sonntag mehr als 400 Touristen und Strandbesucher über den Seeweg gerettet werden mussten. Die Behörden bezeichneten diese Route als die einzig machbare Evakuierungsmöglichkeit.
Evakuierung aus dem Gebiet um Peschici
Die Betroffenen wurden aus dem Gebiet um die Stadt Peschici in der südlichen Region Apulien in Sicherheit gebracht. Insgesamt seien sechs Schiffe der Küstenwache, drei Boote der italienischen Finanzpolizei und etwa zehn private Schiffe an dem Einsatz beteiligt gewesen, so die Küstenwache weiter. Ein Sprecher der Behörde teilte mit, dass voraussichtlich noch rund 300 weitere Menschen evakuiert werden müssten. Der Einsatz dauere an.
Feuerwehr im Einsatz gegen die Flammen
Auf Bildern sind Feuerwehrleute und ein Löschflugzeug zu sehen, die gegen die Flammen kämpfen. Eine unmittelbare Gefahr für Wohnhäuser in der Stadt bestand nach Angaben der Einsatzkräfte zunächst nicht. Die örtlichen Medien zitieren den Bürgermeister von Peschici mit den Worten, die Lage sei „unter Kontrolle“. Die Behörden bleiben jedoch in erhöhter Alarmbereitschaft, da die Windverhältnisse die Brandausbreitung begünstigen könnten.
Hintergrund: Waldbrandsaison in Italien
Waldbrände treten in Italien vor allem in den heißen Sommermonaten häufig auf. Besonders betroffen sind die südlichen Regionen wie Apulien, Kalabrien und Sizilien. In den vergangenen Jahren haben Klimawandel und langanhaltende Trockenperioden die Gefahr weiter verschärft. Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, besonders vorsichtig im Umgang mit Feuer zu sein.



