Patrice Aminatis Tochter entdeckt heimliche Krebstherapie
Tochter entdeckt Patrice Aminatis Krebsmedikamente

Die Moderatorin und Influencerin Patrice Aminati nahm ihre Krebsmedikamente heimlich ein – bis ihre dreieinhalbjährige Tochter sie beim Spielen entlarvte. „Hier, du bekommst Medizin. Mama nimmt auch viele Tabletten“, sagte das Kind, während es mit Spielzeugpferden spielte. Für Aminati war dieser Moment ein „Schlag in die Magengrube“, wie sie bei einer Veranstaltung für Betroffene, Krebs-Expertinnen und Ärzte in Berlin berichtete. Gleichzeitig erkannte sie: „Wir können Kindern nichts vormachen.“

Diagnose schwarzer Hautkrebs im Endstadium

Seit drei Jahren kämpft die 31-jährige Dresdnerin gegen die Krankheit. Eine vollständige Heilung sei ausgeschlossen, sagte sie kürzlich im ARD-Talk „Hart aber Fair“. Bei öffentlichen Auftritten gibt sie sich dennoch positiv – auch wegen ihrer Rolle als Mutter. Die Zeit mit ihrer Tochter gebe ihr Kraft, erklärte sie. Doch das Muttersein mit einer schweren Krankheit zu verbinden, sei äußerst herausfordernd.

Kinder spüren die Krankheit der Eltern

Aminati betonte: „Dein Kind spürt dich, spürt leider mehr, als ich das gedacht habe.“ Sie nehme morgens und abends Medikamente, die sie bisher heimlich eingenommen habe. Die Entdeckung durch ihre Tochter habe ihr gezeigt, dass man Kindern nichts verbergen könne. Laut „Berliner Morgenpost“ ist Aminati derzeit zwei- bis dreimal wöchentlich im Krankenhaus für Blutabnahmen, Untersuchungen und Hautchecks. Zu Hause erhalte sie eine adjuvante, zielgerichtete Tablettentherapie, deren Nebenwirkungen langsam abklingen. „Damit kann ich meinen Alltag ganz gut bewältigen“, sagte sie.

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Angewiesen auf familiäre Unterstützung

Aminati ist stark auf ihre Familie angewiesen. Früher habe sie selbst ihre Tochter in den Kindergarten gefahren oder sei einkaufen gegangen. Nun komme ihre Mutter morgens und sage: „So, jetzt geht’s los! Wir fahren erst die Kleine und danach in die Uniklinik.“ Wenn man pflegebedürftig sei und Schmerzen habe, sei ein unterstützendes Netzwerk wichtig, so Aminati. Im Dezember hatte sie die Trennung von ihrem Ehemann, dem Fernsehmoderator Daniel Aminati, bekannt gegeben.

Hautkrebs als unsichtbarer Feind

Bei „Hart aber Fair“ warnte Aminati davor, Hautkrebs als etwas Oberflächliches abzutun, das man einfach wegschneiden könne. Es sei ein „unsichtbarer Feind“, der sich im Körper ausbreiten könne. In ihrem Fall hätten sich Metastasen in vielen Organen gebildet: in der Leber, Nebenniere, Lunge, Knochen und im Gehirn. „Eigentlich überall“, sagte sie. In Deutschland werden dieses Jahr voraussichtlich 355.000 Menschen an Hautkrebs erkranken.

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