Angriff auf Jugendamt in Finsterwalde: Verdächtiger in U-Haft
Angriff auf Jugendamt: Verdächtiger in U-Haft

Verdächtiger nach Jugendamt-Angriff in Untersuchungshaft

Nach dem gewaltsamen Übergriff auf eine Mitarbeiterin des Jugendamts in Finsterwalde (Landkreis Elbe-Elster) hat ein Richter Untersuchungshaft gegen den Tatverdächtigen angeordnet. Die Staatsanwaltschaft Cottbus hatte zuvor Haftbefehl wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts beantragt, wie ein Polizeisprecher am Freitag mitteilte.

Hintergründe der Tat noch unklar

Zu den genauen Motiven des 35-jährigen Angreifers wollten die Ermittlungsbehörden zunächst keine Angaben machen. „Die Motivlage wird derzeit geprüft“, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus. Nach Informationen von Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) könnte ein Streit über eine Kindeswohlgefährdung der Auslöser gewesen sein.

Innenminister äußert sich besorgt

„Dass dann der jeweilige Vater hier in diesem Fall dazu übergeht, einen Angriff auf die Mitarbeiter des Jugendamts durchzuführen, zeigt einerseits wie gefährlich er ist und wie schlecht Kinder auch in seiner Obhut wahrscheinlich aufgehoben sind“, sagte Redmann dem RBB. Der Minister zeigte sich tief besorgt über die Eskalation der Gewalt gegenüber Beschäftigten des öffentlichen Dienstes.

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Ablauf des Angriffs

Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag in der Außenstelle der Kreisverwaltung in Finsterwalde. Der Mann bedrohte eine Mitarbeiterin und legte anschließend Feuer in ihrem Büro. Die betroffene Beamtin konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Der 35-Jährige wurde noch vor dem Gebäude von der Polizei festgenommen. Vier Personen kamen mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

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