Arzt in Berlin wegen Beihilfe zu Vergewaltigungen verurteilt
Arzt in Berlin wegen Beihilfe zu Vergewaltigungen verurteilt

Der Berliner Onkologe Zhiting S. (32) ist am Mittwoch vom Landgericht Berlin zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er einem Netzwerk von Chinesen half, Frauen zu betäuben und zu vergewaltigen. Die Taten wurden gefilmt und die Videos auf Telegram verbreitet, wo sie von Zehntausenden angesehen wurden.

Hintergrund des Netzwerks

Das Netzwerk operierte in Deutschland und zielte auf chinesische Frauen ab. Die Opfer wurden als „tote Schweine“ bezeichnet. Drei Haupttäter wurden bereits zu langen Haftstrafen verurteilt. Zhiting S. war der vierte Angeklagte. Er hatte einen der Haupttäter in Frankfurt angewiesen, welche schweren Beruhigungsmittel eingesetzt werden sollten, um die Frauen wehrlos zu machen.

Urteil und Strafmilderung

Das Gericht wertete die Handlungen von Zhiting S. als Beihilfe zur Vergewaltigung. Zudem wurde er in drei Fällen wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt. Noch in China hatte er seine heutige Verlobte sediert und mit mehreren Männern missbraucht. Richter Thilo Bartl erklärte, dass chinesische Verdächtige nicht nach China ausgeliefert werden, da ihnen dort die Todesstrafe, Folter oder ein politisch motiviertes Scheinverfahren drohen könnten.

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Reaktionen und Revision

Strafverteidiger Ehssan Khazaeli (38) sagte: „Bei den Strafmilderungsgründen folgte das Gericht den von mir vorgebrachten Argumenten. Insbesondere wurde die vorverurteilende Berichterstattung aus China strafmildernd berücksichtigt. Mein Mandant hat aus dem gesamten Komplex die geringste Strafe erhalten. Dennoch werden wir in Revision gehen, um das Urteil auf etwaige Fehler zu überprüfen.“

Richter Thilo Bartl schloss: „Dieser Fall ist ein neues Massenphänomen, das die deutsche Justiz noch häufig beschäftigen wird.“

Prozess und Öffentlichkeit

Große Teile des Prozesses fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, um die Privatsphäre der Opfer zu schützen. Zur Urteilsverkündung waren Chinesinnen aus ganz Europa angereist. In China schlägt der Fall hohe mediale Wellen.

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