Ein 42-jähriger Autofahrer hat am Samstagabend im Münchner Stadtteil Sendling eine Frau und drei Kinder auf Fahrrädern erfasst und ist anschließend geflüchtet. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Unfallfahrer wenig später identifizieren. Zwei der Mädchen im Alter von zehn und elf Jahren erlitten Sprunggelenksfrakturen und wurden in ein Krankenhaus gebracht. Ein drittes Kind wurde leicht verletzt.
Unfallhergang in der Lindenschmittstraße
Gegen 18.45 Uhr war der 42-Jährige mit seinem VW Polo auf der Lindenschmittstraße unterwegs, als er frontal mit einer Frau und drei Kindern kollidierte, die gemeinsam mit ihren Fahrrädern fuhren. Die drei Mädchen im Alter von zehn und elf Jahren wurden von ihren Rädern geschleudert und verletzt. Der Autofahrer blieb nach dem Aufprall nicht stehen, um nach den Opfern zu sehen. Stattdessen gab er Vollgas, kollidierte noch mit einem Kleintransporter und flüchtete vom Unfallort. Ein weiterer Radler konnte ihm gerade noch ausweichen.
Verletzungen und medizinische Versorgung
Nach dem Crash wurden zwei Mädchen wegen des Verdachts auf Sprunggelenksfrakturen zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Ein weiteres elfjähriges Kind „begab sich anschließend in Begleitung ihrer Eltern in ambulante ärztliche Behandlung“, wie Christian Drexler, Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums, mitteilte. Es wurde nur leicht verletzt und erlitt Prellungen und Abschürfungen. Die Mutter der Kinder blieb offenbar unverletzt.
Ermittlungen und Drogenverdacht
Die Kriminalpolizei leitete umgehend Fahndungsmaßnahmen ein und ermittelte kurz darauf den 42-jährigen Marokkaner mit Wohnsitz in München. Festgenommen wurde er nicht. Die Polizei durchsuchte seine Wohnung und beschlagnahmte das Fahrzeug sowie seinen Führerschein. „Es wurde auch eine Blutentnahme angeordnet durch die Staatsanwaltschaft“, so Präsidiumssprecher Drexler. Es bestand der Verdacht, dass der Unfallfahrer unter Drogen gestanden hatte.
Weitere Details und rechtliche Schritte
Wie die Polizei mitteilte, wird gegen den Mann nun wegen mehrerer Delikte ermittelt, darunter gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Unfallflucht und Körperverletzung. Die Blutentnahme soll klären, ob der Fahrer zum Unfallzeitpunkt unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ein Ergebnis lag am Sonntag noch nicht vor. Die Polizei bittet mögliche weitere Zeugen, sich zu melden.



