Problem mit Clan-Mitgliedern in Berliner Gefängnissen
Mitglieder der Organisierten Kriminalität (OK) sorgen in den Berliner Justizvollzugsanstalten regelmäßig für Unruhe und Sicherheitsprobleme. Der Senat hat nun reagiert und ein geheimes Regelwerk überarbeitet, um den Einfluss von Clan-Mitgliedern hinter Gittern einzudämmen. Ein zentraler Bestandteil der neuen Maßnahmen ist der Einsatz einer justizeigenen Hundestaffel, die den flächendeckenden Schmuggel von Drogen und Handys in die Gefängnisse unterbinden soll.
Hintergrund des überarbeiteten Regelwerks
Der Leitende Redakteur Dennis Meischen berichtet exklusiv, dass die Berliner Justizverwaltung das bisherige Regelwerk als unzureichend erachtet. Die Neufassung zielt darauf ab, die Kommunikation und Organisation von Clan-Strukturen innerhalb der Haftanstalten zu erschweren. Bislang gelang es Insassen mit OK-Hintergrund immer wieder, über geschmuggelte Handys Straftaten zu koordinieren oder Druck auf Mitgefangene und Justizpersonal auszuüben.
Einsatz der Hundestaffel als Präventionsmaßnahme
Die Hundestaffel soll künftig regelmäßig und unangekündigt in allen Berliner Justizvollzugsanstalten zum Einsatz kommen. Die speziell ausgebildeten Spürhunde können selbst geringe Mengen an Drogen und versteckte Mobiltelefone aufspüren. Laut Justizsenatorin (Name nicht genannt) sei dies ein „wirksames Mittel, um den Schmuggel einzudämmen und die Sicherheit in den Anstalten zu erhöhen“. Die Kosten für die Staffel belaufen sich auf einen sechsstelligen Betrag pro Jahr.
Weitere Maßnahmen im neuen Regelwerk
Neben der Hundestaffel sieht das überarbeitete Regelwerk strengere Besuchsregeln, intensivierte Kontrollen von Post und Paketen sowie eine verstärkte Überwachung der Kommunikation vor. Zudem sollen Clan-Mitglieder in bestimmten Fällen in getrennten Abteilungen untergebracht werden, um die Bildung von hierarchischen Strukturen zu verhindern. Die Maßnahmen seien mit den Sicherheitsbehörden abgestimmt und würden schrittweise umgesetzt.
Auswirkungen auf die Justizvollzugsanstalten
Die Berliner Justiz erhofft sich von den Neuerungen eine deutliche Reduzierung von Vorfällen wie Drogenhandel, Erpressung und Gewalt hinter Gittern. In den vergangenen Jahren hatte die Anzahl an Sicherheitsvorfällen in Berliner Gefängnissen zugenommen, was teilweise auf die Aktivitäten von OK-Mitgliedern zurückgeführt wurde. Die genauen Zahlen wurden jedoch nicht veröffentlicht. Die überarbeitete Geheimrichtlinie soll bis Ende des Jahres in Kraft treten.



