Berliner (68) soll Dutzende Frauen betäubt und vergewaltigt haben
Berliner (68) soll Dutzende Frauen betäubt und vergewaltigt haben

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen 68-jährigen Elektriker erhoben, der im Verdacht steht, Dutzende Frauen betäubt und vergewaltigt zu haben. Dem Mann werden Vergewaltigung im besonders schweren Fall und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Seit Anfang März 2026 sitzt der mutmaßliche Serientäter in Untersuchungshaft.

Vorgehen des Täters

Laut Anklage lernte der 68-Jährige seine Opfer über Online-Dating-Plattformen kennen. Er soll ihnen ein Gemisch aus Schlafmitteln und Alkohol verabreicht haben, um sie wehrlos zu machen. Anschließend vergewaltigte er die Frauen und filmte die Taten mit einer Kamera. Die Opfer waren völlig ahnungslos und erfuhren erst durch die Ermittlungen von den Verbrechen und den Aufnahmen.

Ermittlungen und Fund des Videomaterials

Die Ermittler aus Niedersachsen gaben den entscheidenden Hinweis. Die Polizei in Verden an der Aller ermittelte Anfang 2025 wegen ähnlicher Vorwürfe gegen einen inzwischen verstorbenen Mann, der mit dem 68-Jährigen im Chat-Kontakt stand. Nach dem Hinweis durchsuchte die Polizei die Wohnung des Elektrikers in Berlin-Friedrichsfelde und fand verschiedene Datenträger. Deren Auswertung war aufwendig; erst nach etwa einem Jahr stießen Digitalforensiker auf die belastenden Videos. Daraufhin wurde die Wohnung des Mannes am 3. März 2026 erneut durchsucht, und er kam in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen schweigt er.

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Anklage und Opferzahlen

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat in 22 Fällen Anklage erhoben, die 14 Frauen betreffen. Es wird jedoch von insgesamt 58 Opfern ausgegangen, die Ermittlungen dauern an. Neben den 14 in der Anklage genannten Opfern sind der Justiz die Namen von 30 weiteren Frauen bekannt, deren Fälle noch nicht abgeschlossen sind. Zehn mutmaßliche Opfer konnten bisher nicht identifiziert werden. 36 Taten, die zwischen 2010 und 2014 an einer Frau verübt worden sein sollen, werden wohl nie gesühnt, da sie verjährt sind.

Rechtliche Schritte und Forderungen

Das Landgericht Berlin hat noch nicht über die Zulassung der Anklage und einen Prozesstermin entschieden. Die Staatsanwaltschaft will neben einer langen Gefängnisstrafe auch Sicherungsverwahrung für den 68-Jährigen beantragen.

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