Eine drastische Senkung der Jahresziele hat die Aktien von Evotec tief ins Minus gedrückt. Die Papiere des Hamburger Biotechunternehmens brachen im Frankfurter Handel um 33 Prozent ein und fielen auf den tiefsten Stand seit 2016. Ein Händler sprach von einer harten Prognosesenkung und äußerst schwachen vorläufigen Quartalszahlen.
Umsatz und Ergebnis deutlich unter den Erwartungen
Evotec rechnet im laufenden Jahr nur noch mit einem Umsatz von 570 bis 610 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montagabend mitteilte. Bislang waren 700 bis 780 Millionen Euro anvisiert worden. Analysten hatten LSEG-Daten zufolge im Schnitt mit 730 Millionen gerechnet. Beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) erwartet der Konzern, der auf Wirkstoffforschung und die Entwicklung neuer Medikamente für die Pharmaindustrie spezialisiert ist, nun einen Verlust zwischen 70 und 105 Millionen Euro, nachdem zuvor ein Gewinn von bis zu 40 Millionen Euro in Aussicht gestellt worden war.
Verzögerte Meilensteinzahlungen belasten
Hauptgrund für den gekappten Ausblick sind Evotec zufolge verzögerte Meilensteinzahlungen und später als geplante Abschlüsse neuer Partnerschaften. So würden erwartete Erlöse aus bestehenden Kooperationen erst im Jahr 2027 fließen. Da diese Umsätze in der Regel eine höhere Gewinnspanne aufwiesen, falle der Einfluss auf das operative Ergebnis überproportional aus, erklärte Finanzchefin Claire Hinshelwood.



