Bei einem Brand auf einer Baustelle im Brüsseler Oxy-Tower sind sechs Arbeiter ums Leben gekommen. Die Leichen wurden in einem abgestürzten Aufzug gefunden, wie die Staatsanwaltschaft bestätigte. Das Gebäude in der Brüsseler Innenstadt wird derzeit umgebaut.
Feuer auf der zweiten Etage schnell gelöscht
Der Brand war zunächst als kleines Feuer auf der zweiten Etage des Oxy-Towers gemeldet worden. Die Feuerwehr rückte aus und löschte die Flammen. Bei einem anschließenden Kontrollrundgang durch die riesige Baustelle stellten die Einsatzkräfte fest, dass sechs der rund 250 Arbeiter vermisst wurden. „Viele Orte waren extrem schwer zugänglich“, berichtete ein Staatsanwalt.
Leichen im Fahrstuhl entdeckt
Die Feuerwehrleute kämpften sich schließlich zu einem Fahrstuhl vor und fanden in der Kabine mehrere Leichen. Insgesamt wurden sechs Tote geborgen, die alle im selben abgestürzten Aufzug waren. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass es sich um die vermissten Arbeiter handelt. Zwei Arbeiter kamen zudem ins Krankenhaus, ebenso ein Feuerwehrmann, der im Einsatz einen Hitzschlag erlitt, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte.
König und Regierungschef vor Ort
Am Nachmittag trafen Belgiens König Philippe und Regierungschef Bart De Wever vor dem großflächig abgesperrten Gebäude ein, äußerten sich jedoch nicht öffentlich. Belgiens Innenminister Bernard Quintin zeigte sich auf X geschockt. Auch Deutschlands Botschafter in Belgien, Martin Kotthaus, sprach sein Mitgefühl aus. Brüssels Bürgermeister Philippe Close sprach von einem Drama, das tief berühre, und dankte den Rettungskräften.
Umbau des Oxy-Gebäudes
Der Oxy-Tower in einer Fußgängerzone der Brüsseler Innenstadt wird derzeit umgebaut. Früher diente er als Sitz der Verwaltung der belgischen Hauptstadt, nun soll er in ein multifunktionales Gebäude mit Büros, Restaurants, Hotelzimmern und Wohnungen umgewandelt werden. Das Projekt der Firmen Whitewood und Immobel soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Immobel teilte mit: „Unsere Gedanken sind zuallererst bei den Betroffenen, ihren Familien und ihren Kollegen. Für uns alle ist dies vor allem eine menschliche Tragödie.“



