Rund 70.000 Berliner Pensionäre und Hinterbliebene müssen aufgrund einer Panne bei der Deutschen Bundesbank länger auf ihre Juli-Versorgungsbezüge warten. Das Landesverwaltungsamt teilte mit, dass die Zahlung wegen technischer Schwierigkeiten bei der Bundesbank nicht wie gewohnt am 30. Juni erfolgen könne. Nach aktueller Auskunft der Senatsverwaltung für Finanzen soll das Geld nun am 1. Juli auf den Konten der Betroffenen eingehen.
Technischer Fehler am 30. Juni identifiziert
Der technische Fehler sei am 30. Juni erkannt und behoben worden, sodass das Land Berlin nun eine neue Zahlung anweisen könne, erklärte das Landesverwaltungsamt. Betroffen sind sowohl Ruhegehälter für Beamte und Richter als auch die Hinterbliebenenversorgung für Angehörige. Die Verspätung betrifft ausschließlich die Juli-Zahlung; die regulären Bezüge werden laut Senatsverwaltung am 1. Juli gutgeschrieben.
Hintergrund der Zahlungsverzögerung
Die Deutsche Bundesbank ist für die Abwicklung der Zahlungen des Landes Berlin zuständig. Ein Sprecher der Bundesbank bestätigte, dass es zu einer kurzfristigen technischen Störung gekommen sei, die jedoch schnell behoben werden konnte. „Die Störung trat am Morgen des 30. Juni auf und wurde noch am selben Tag behoben“, so der Sprecher. Die genaue Ursache werde noch untersucht, aber es handele sich um einen isolierten Vorfall, der keine weiteren Zahlungen beeinträchtige.
Auswirkungen für die Betroffenen
Für die rund 70.000 Versorgungsempfänger bedeutet die Verzögerung, dass sie einen Tag später als gewohnt über ihr Geld verfügen können. Die Senatsverwaltung für Finanzen betonte, dass die Zahlung nun am 1. Juli erfolge und die Betroffenen keine weiteren Schritte einleiten müssten. Sollte es dennoch zu Problemen kommen, stünden die zuständigen Stellen für Rückfragen zur Verfügung.
Reaktionen aus der Politik
Die Berliner Finanzsenatorin äußerte sich besorgt über die Panne und kündigte an, den Vorgang mit der Bundesbank zu klären, um künftige Verzögerungen zu vermeiden. „Wir werden darauf dringen, dass die technischen Abläufe bei der Bundesbank so stabilisiert werden, dass so etwas nicht wieder vorkommt“, sagte sie. Die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus forderte eine umfassende Aufklärung des Vorfalls.



