Fast 150.000 offene Haftbefehle: Zahl bleibt nahezu konstant
In Deutschland sind zum Stichtag 1. Juli fast 150.000 Menschen mit offenem Haftbefehl auf freiem Fuß. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor. Demnach fahndete die Polizei nach 148.311 Personen, gegen die ein nationaler Haftbefehl vorliegt. Da gegen einzelne Personen teilweise mehrere Haftbefehle bestehen, liegt die Gesamtzahl der offenen Haftbefehle bei 170.667 – ein nahezu unveränderter Wert im Vergleich zum Vorjahr (2025: 148.515 Personen).
94 Gefährder unter den Gesuchten
Unter den Gesuchten befinden sich 94 sogenannte „Gefährder“. Diesen Personen wird von Sicherheitsbehörden zugetraut, schwere politische Straftaten wie terroristische Anschläge zu verüben. Die Zahl der Gefährder mit offenem Haftbefehl ist damit weiterhin besorgniserregend.
Rund 2500 Fahndungen wegen Mord und Totschlag
Von den rund 15.000 Fahndungen wegen Gewalttaten entfallen etwa 2500 auf Mord und Totschlag. Der Großteil der Gewaltfahndungen betrifft gefährliche Körperverletzung. Die meisten offenen Haftbefehle beziehen sich jedoch auf andere Delikte wie Diebstahl oder Betrug.
Zufallsfunde bei Kontrollen
Viele der gesuchten Personen werden bei routinemäßigen Auto- oder Grenzkontrollen zufällig gefasst. Die Polizei ist auf Hinweise aus der Bevölkerung und Kooperation mit anderen Behörden angewiesen, um die Zahl der offenen Haftbefehle zu reduzieren.



