Femizid in Kelkheim: Ehemann tötet Frau mit Machete vor Zeugen
Femizid in Kelkheim: Ehemann tötet Frau mit Machete

Nach der tödlichen Attacke auf eine Frau auf offener Straße im hessischen Kelkheim sind grausame Details bekannt geworden. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt nach eigenen Angaben wegen Mordes gegen einen 60-jährigen kroatischen Staatsangehörigen. Der Mann soll seiner 58-jährigen Ehefrau, ebenfalls kroatische Staatsangehörige, mit einer Machete „mindestens 30 abgrenzbare Stich- und Schnittverletzungen im Bereich des Kopfes, Halses, Nackens und Oberkörpers zugefügt haben“, so die Staatsanwaltschaft.

Tat vor zahlreichen Zeugen

Die Tat ereignete sich am Dienstagabend vor einer Vielzahl von Zeugen. Einige Anwesende überwältigten den Angreifer und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Der Tatverdächtige wurde bei seiner Festnahme verletzt. Die Ehefrau starb noch am Tatort. Der Mann habe „aus übersteigertem Besitzdenken und Eifersucht, in der Annahme, sie gehe ihm fremd“ gehandelt, so die Staatsanwaltschaft.

Vorgeschichte: Trennung und Scheidungswunsch

Das Ehepaar war seit 1991 verheiratet, lebte aber seit etwa drei Jahren in Trennung, so die Staatsanwaltschaft. Die Frau habe den Mann zwischenzeitlich wieder in der ehelichen Wohnung aufgenommen. Den Wunsch der Frau, sich scheiden zu lassen, habe der Beschuldigte nicht akzeptiert. Er habe wiederholt gedroht, seine Ehefrau im Falle der Scheidung umzubringen. „Seitens der Polizei unterbreitete Hilfsangebote lehnte die später Getötete in der Vorstellung, der Beschuldigte werde ihr nichts antun, da er sie noch liebe, ab“, schildert die Staatsanwaltschaft die Vorgeschichte.

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Haftbefehl wegen Mordes

Der Tatverdächtige wurde der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Frankfurt vorgeführt, die Haftbefehl wegen des Verdachts des Mordes aus niedrigen Beweggründen erließ. Die weiteren Ermittlungen dauern an. Der Fall zeigt erneut die Gefahren häuslicher Gewalt und die Notwendigkeit, Hilfsangebote für betroffene Frauen zu verstärken.

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