Schwere Vorwürfe erschüttern das Ankunftszentrum für Flüchtlinge in Heidelberg: Ein Beamter soll Frauen sexuell genötigt haben, indem er ihnen im Gegenzug für sexuelle Handlungen den Stopp ihrer Abschiebung versprach. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat Ermittlungen wegen sexueller Nötigung eingeleitet.
Erste Anzeige Ende Mai
Bereits am 30. Mai 2026 meldete sich eine junge Frau bei der Polizei und erstattete Anzeige gegen den Mitarbeiter der Behörde. Sie gab an, dass der Beamte sie im Ankunftszentrum Heidelberg in Baden-Württemberg dazu gedrängt habe, ihn sexuell zu befriedigen. Als Gegenleistung habe er ihr zugesichert, ihre Abschiebung zu verhindern, teilte die Staatsanwaltschaft Heidelberg am Montag mit.
Sechs weitere Frauen betroffen
Im Zuge der Ermittlungen kamen weitere Opfer zum Vorschein. Insgesamt sechs zusätzliche Frauen erhoben Vorwürfe gegen den Beamten. Auch sie seien während ihres Asylverfahrens von dem Mann zu sexuellen Handlungen aufgefordert worden, hätten dies jedoch abgelehnt, so die Ermittler.
Das Regierungspräsidium Karlsruhe stellte den Beschuldigten umgehend von seinen Aufgaben frei. Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei Heidelberg führen die Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass für den Beamten die Unschuldsvermutung gelte.



