In Hessen hat es in den vergangenen Tagen zwei gewaltsame Übergriffe auf Zugbegleiter gegeben. In Wolfhagen schlug ein 27-jähriger Mann einem Zugbegleiter ins Gesicht, während in einem Regionalexpress zwischen Bebra und Bad Hersfeld ein anderer Bahnmitarbeiter gebissen und gekratzt wurde. Die Bundespolizei hat in beiden Fällen Strafverfahren eingeleitet.
Angriff in Wolfhagen nach Fahrpreisnacherhebung
Der erste Vorfall ereignete sich in Wolfhagen, als ein 22-jähriger Zugbegleiter gerade aus einem Bus ausstieg. Ein 27-jähriger Mann schlug ihm ins Gesicht und verletzte ihn dabei. Nach Angaben der Polizei hatte der Zugbegleiter dem Täter im Juni eine Fahrpreisnacherhebung ausgestellt, weil dieser ohne gültiges Ticket unterwegs war. Der 22-Jährige erlitt eine Platzwunde an der Lippe. Gegen den 27-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.
Zugbegleiter in Regionalexpress gebissen
Ein weiterer Angriff ereignete sich am Samstagnachmittag in einem Regionalexpress auf der Strecke zwischen Bebra und Bad Hersfeld. Ein 29-jähriger Fahrgast konnte bei der Fahrscheinkontrolle nur einen Screenshot vorweisen. Als der 32-jährige Zugbegleiter ihn am Verlassen des Zuges hindern wollte, kratzte und biss der 29-Jährige den Mitarbeiter. Der Zugbegleiter erstattete Strafanzeige und ließ sich anschließend in einem Krankenhaus behandeln. Dank der Personenbeschreibung konnte die Polizei den Tatverdächtigen noch am Abend am Bahnhof Bad Hersfeld ausfindig machen. Auch gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Die Bundespolizei betont, dass solche Übergriffe auf Bahnmitarbeiter nicht toleriert werden. In beiden Fällen wird nun ermittelt.



