Zoll hebt illegale Zigarettenfabrik in Rheinland-Pfalz aus
Illegale Zigarettenfabrik in Rheinland-Pfalz entdeckt

Illegale Zigarettenproduktion aufgedeckt

Der Zoll hat in Rheinland-Pfalz eine illegale Zigarettenfabrik entdeckt und bei Durchsuchungen in mehreren Bundesländern vier Tatverdächtige festgenommen. Die Männer im Alter zwischen 25 und 54 Jahren besitzen die rumänische und moldawische Staatsangehörigkeit und befinden sich in Untersuchungshaft, wie das Zollfahndungsamt Hannover mitteilte.

Durchsuchungen an 13 Orten

Mehr als 120 Einsatzkräfte durchsuchten an drei Tagen im Mai insgesamt 13 Lagerhallen und Wohnungen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Im Fokus stand ein ehemaliges Fabrikgelände im rheinland-pfälzischen Staudt, wo eine illegale Produktionsanlage und mehr als 16 Tonnen Tabak beschlagnahmt wurden.

Große Mengen unversteuerter Zigaretten

In einer Lagerhalle in Ahlen (Nordrhein-Westfalen) fanden die Ermittler rund zehn Millionen unversteuerte Zigaretten, auf einem landwirtschaftlichen Anwesen bei Rüsselsheim in Hessen weitere neun Millionen. Insgesamt wurden neben Tabak und Zigaretten auch etwa 75.000 Euro Bargeld, zahlreiche Smartphones und andere elektronische Beweismittel sichergestellt.

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Steuerschaden von 5,4 Millionen Euro

Der mutmaßliche Steuerschaden beläuft sich auf rund 5,4 Millionen Euro. Die Zollfahnder gehen davon aus, dass die Beschuldigten bis zu ihrer Festnahme bundesweit mehr als 80 Millionen Zigaretten umgeschlagen haben.

Arbeiter unter fragwürdigen Bedingungen

In den für die Produktion genutzten Räumlichkeiten seien mindestens elf Arbeiter über längere Zeit unter „fragwürdigen Lebensbedingungen“ eingeschlossen gewesen, um keine Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft zu erregen. Die Hintergründe werden weiter ermittelt.

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