Fast jede dritte Person, die zwischen 2005 und 2023 nach Deutschland zugewandert ist, verfügte über einen Hochschulabschluss. Das entspricht rund 1,9 Millionen Menschen, wie das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden auf Basis des Mikrozensus mitteilte.
Anstieg der Hochqualifizierten
Seit 2015 habe Deutschland jährlich etwa 133.000 hochqualifizierte Zuwanderer gewonnen, mehr als im vorherigen Jahrzehnt. Besonders nach der globalen Finanzkrise 2007-2009 und seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ab 2022 sei die Zahl gestiegen, so BiB-Wissenschaftler Nils Witte.
Gleichzeitig mehr Geringqualifizierte
Allerdings stieg auch der Anteil der Niedrigqualifizierten: Von 18 Prozent im Jahr 2015 auf 23 Prozent im Jahr 2023. Der Anteil der Hochqualifizierten sank im selben Zeitraum von 33 auf 30 Prozent.
Laut BiB bieten beide Gruppen Potenziale für den Arbeitsmarkt. Bei Geringqualifizierten seien gezielte Qualifikationsmaßnahmen sowie die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse wichtig.



