Polizei findet IS-Bekennervideo auf Handy des CSD-Terroristen
IS-Bekennervideo auf Handy des CSD-Attentäters

Die Ermittler haben das Handy des CSD-Attentäters Abdul Ballout gefunden. Auf dem Gerät entdeckten sie ein Video vom Tag des Anschlags, in dem sich Ballout zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bekennt. Solche Aufnahmen gelten als typisches Märtyrer-Video vor einem Terrorakt. Die Polizei wertet das Video derzeit aus, um weitere Hinweise auf mögliche Hintermänner oder geplante Anschläge zu erhalten.

Das Bekennervideo – ein typisches IS-Merkmal

Bei dem Video handelt es sich um eine standardisierte Bekennung, wie sie der IS vor Terroranschlägen produziert. Laut Ermittlerkreisen zeigt Ballout darin seine Waffen und die Tatwaffe. Er soll den Angriff als Racheakt für westliche Luftangriffe im Nahen Osten bezeichnet haben. Die Aufnahme ist mehrere Minuten lang und enthält islamistische Parolen. Experten zufolge dient sie dazu, nach der Tat veröffentlicht zu werden, um die Propagandamaschinerie der Terrororganisation zu bedienen.

Die Sicherheitsbehörden prüfen nun, ob Ballout das Video selbst gedreht hat oder ob ein Helfer beteiligt war. Zudem wird untersucht, ob er Kontakt zu IS-Strukturen im In- oder Ausland hatte. Die Auswertung der Handydaten könnte dabei entscheidende Spuren liefern.

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Funde im Tattransporter

Neben dem Handy fanden die Ermittler auch im Tatfahrzeug, einem Kleintransporter, belastendes Material. Laut Polizeiangaben wurden dort mehrere Datenträger und eine Waffe sichergestellt. Die Gegenstände werden derzeit forensisch untersucht. Es besteht der Verdacht, dass Ballout weitere Anschläge plante. Der Transporter war nach der Tat verlassen auf einem Parkplatz entdeckt worden. Die Spurensicherung hat das Fahrzeug komplett durchsucht.

Neue Erkenntnisse zur Flucht

Die Flucht des Attentäters gestaltete sich chaotisch. Nach dem Anschlag auf die CSD-Veranstaltung flüchtete Ballout zunächst zu Fuß, bevor er in den Transporter stieg. Zeugenaussagen zufolge wechselte er mehrfach die Kleidung, um nicht erkannt zu werden. Die Polizei konnte ihn schließlich nach einer großangelegten Fahndung in einem Wohngebiet stellen. Bei der Festnahme leistete er keinen Widerstand.

Die Ermittler rekonstruieren nun den genauen Fluchtweg. Dabei helfen Videoaufnahmen von Überwachungskameras und Aussagen von Passanten. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen Mordes und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung erhoben. Der Prozess soll noch in diesem Jahr beginnen.

Die Sicherheitsbehörden haben ihre Maßnahmen nach dem Anschlag verstärkt. Bei zukünftigen Großveranstaltungen wird die Polizeipräsenz erhöht. Auch die Zusammenarbeit mit ausländischen Geheimdiensten wurde intensiviert, um ähnliche Taten zu verhindern.

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