Jäger fand Fabians Leiche: Warum rief er nicht die Polizei?
Jäger fand Fabians Leiche: Warum kein Polizeiruf?

Im Mordprozess vor dem Landgericht Rostock hat ein Jäger als Zeuge ausgesagt, der in der Nacht des 13. Oktobers von der Angeklagten Gina H. zur Leiche des getöteten Fabian geführt worden sein soll. Der 42-jährige Familienvater Christian D. schilderte, wie er die Leiche berührte – aber keinen Notruf absetzte. Dies wirft Fragen auf, da zu diesem Zeitpunkt bereits eine großangelegte Suchaktion nach dem Vermissten lief.

Ein merkwürdiger Anruf in der Nacht

Laut Aussage von Christian D. habe ihn Gina H. gegen 2 Uhr nachts angerufen und um ein Treffen gebeten. Sie sei aufgeregt gewesen und habe gesagt: „Komm mit, ich zeige dir etwas.“ Der Jäger folgte ihr zu einem abgelegenen Waldstück, wo er die Leiche von Fabian entdeckte. „Ich habe ihn angefasst, um zu sehen, ob er noch lebt. Aber er war kalt“, sagte D. vor Gericht. Auf die Frage des Richters, warum er nicht sofort die Polizei alarmierte, antwortete der Zeuge: „Ich war geschockt. Ich wusste nicht, was ich tun sollte.“

Über 1000 Nachrichten mit der Angeklagten

Die Staatsanwaltschaft stellte zudem heraus, dass Christian D. und Gina H. innerhalb von 28 Tagen über 1000 Nachrichten ausgetauscht hatten. Die Verteidigung vermutet eine intime Beziehung zwischen den beiden, was der Zeuge jedoch bestritt. „Wir waren gute Freunde, mehr nicht“, sagte D. Die Angeklagte schweigt bislang zu den Vorwürfen.

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Der Prozess wird fortgesetzt. Die Polizei ermittelt weiterhin, ob der Jäger möglicherweise mehr über die Tat wusste.

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