Kölner Physiklehrer zu fünf Jahren Haft verurteilt: Baby vergewaltigt und Schülerin missbraucht
Kölner Lehrer zu fünf Jahren Haft verurteilt

Das Landgericht Köln hat einen 34-jährigen Physiklehrer zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. Der Mann hatte sein eigenes Baby vergewaltigt und eine Schülerin sexuell missbraucht. Das Urteil fiel am Mittwoch, den 15. Juli 2026, und verschärft das erste Urteil von drei Jahren und zehn Monaten aus dem Dezember 2024 deutlich.

Verschärfung nach Revision

Der Bundesgerichtshof hatte das erste Urteil aufgehoben, weil einzelne Taten fälschlicherweise nur als Versuche gewertet worden waren, obwohl sie vollendet waren. In der Neuverhandlung vor dem Landgericht Köln wurden diese Fehler korrigiert, was zu der höheren Strafe führte.

Missbrauch im Klassenzimmer

Die Verbrechen beging der Mann während seiner Zeit als Vertretungslehrer an einem Kölner Gymnasium. Zu einer damals 16-jährigen Schülerin unterhielt er eine sexuelle Beziehung. Den Missbrauch führte er mitten im Unterricht durch, indem er per Fernbedienung ein Sexspielzeug aktivierte. Das Gericht wertete dies als sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen. Parallel suchte der Lehrer in Online-Chats gezielt Kontakt zu Kindern, gab sich als Gleichaltriger aus und setzte Mädchen psychisch unter Druck, um an Nacktaufnahmen zu gelangen. Nicht alle kamen seinen Forderungen nach.

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Schwerste Tat: Vergewaltigung des eigenen Kindes

Die schwerste Tat beging der Mann nach der Geburt seiner Tochter im Jahr 2022. Als das Kind elf Monate alt war, vergewaltigte er es und fotografierte die Tat. Erst 2024 wurde er gefasst, nachdem ein Hinweis bei den Ermittlern eingegangen war. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sein Lehramtsstudium abgeschlossen und war bereits als Studienrat tätig, obwohl er mehrfach im Staatsexamen durchgefallen war. Nach einer Razzia und der Sicherstellung kinderpornografischen Materials kam er in Untersuchungshaft. Seinen Beamtenstatus wird er durch die Verurteilung verlieren.

Reaktionen und Ausblick

Die Staatsanwaltschaft hatte eine höhere Strafe gefordert, während die Verteidigung auf eine mildere Strafe plädierte. Das Gericht folgte mit dem Urteil weitgehend der Anklage. Der Mann muss nun mit den Konsequenzen seiner Taten leben – sowohl strafrechtlich als auch beruflich. Der Fall hat in Köln und darüber hinaus für Entsetzen gesorgt und wirft Fragen nach der Überwachung von Lehrkräften und dem Schutz von Kindern auf.

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