Prozesstag 13 im Mordfall Fabian: Psychiater belastet Angeklagte schwer
Am Landgericht Rostock hat der 13. Prozesstag im Mordfall des achtjährigen Fabian stattgefunden. Eine entscheidende Zeugin sollte ursprünglich aussagen, doch stattdessen stand ein psychiatrischer Gutachter im Mittelpunkt. Der Sachverständige schilderte die Angeklagte Gina H. als äußerst manipulativ und skrupellos. Laut dem Psychiater zeige sie keinerlei Reue oder Empathie für das Opfer. Die Staatsanwaltschaft wirft der 34-Jährigen vor, den Jungen aus Rache an dessen Vater getötet zu haben.
Gutachter: Gina H. leidet an einer Persönlichkeitsstörung
Der Psychiater erklärte vor Gericht, dass bei Gina H. eine schwere Persönlichkeitsstörung vorliege. Sie sei in der Lage, ihre Gefühle zu kontrollieren und gezielt einzusetzen, um andere zu manipulieren. „Sie ist eine Frau, die genau weiß, was sie tut“, so der Experte. Die Angeklagte selbst zeigte sich während der Aussage unbeeindruckt und verfolgte die Ausführungen mit einem kühlen Lächeln. Die Verteidigung kündigte an, ein Gegengutachten zu beantragen.
Entscheidende Zeugin sagt nicht aus
Ursprünglich sollte am 13. Prozesstag eine Zeugin gehört werden, die als Freundin der Angeklagten gilt und möglicherweise belastende Aussagen machen kann. Doch aus unbekannten Gründen erschien sie nicht vor Gericht. Der Vorsitzende Richter vertagte ihre Vernehmung auf den nächsten Verhandlungstag. Die BILD-Reporterin vor Ort kommentierte: „Für Gina H. zieht sich die Schlinge weiter zu. Jeder Prozesstag bringt neue Belastungen.“
Weitere Beweise und Zeugen erwartet
Der Prozess soll in den kommenden Wochen fortgesetzt werden. Die Staatsanwaltschaft hat weitere Zeugen und Beweismittel angekündigt, darunter DNA-Spuren und Handydaten. Das Urteil wird für Juli erwartet. Im Falle einer Verurteilung droht Gina H. eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes.



