Am 16. Verhandlungstag im Mordprozess um den getöteten Fabian kehrte sein Vater nach langer Abwesenheit in den Gerichtssaal zurück. Vor dem Landgericht Rostock sind an diesem Tag acht Zeugen geladen, die zur Aufklärung des Falls beitragen sollen. Der Vater des Opfers war zuvor über mehrere Prozesstage nicht erschienen, was für Spekulationen gesorgt hatte. Nun verfolgte er die Verhandlung wieder von der Zuschauerbank aus.
BILD-Reporterin berichtet über die Stimmung im Saal
BILD-Reporterin Isabel Pfannkuche, die den Prozess begleitet, schilderte die angespannte Atmosphäre: „Der Tag heute war wirklich schwer zu ertragen.“ Besonders belastend seien die Aussagen der Sachverständigen gewesen, die detaillierte Einblicke in die Tat gaben. Bereits zuvor hatte die Staatsanwaltschaft mit einer überraschenden Wendung aufhorchen lassen, als sie neue Beweise präsentierte.
Weitere Zeugenaussagen im Fokus
Neben dem Vater des Opfers sagten an diesem Tag auch eine Polizistin und mehrere andere Zeugen aus. Die Polizistin äußerte sich zum Alibi des Vaters und stellte dessen Angaben in Frage. Ein Profiler, der ebenfalls gehört wurde, betonte: „Täter muss Fabian gekannt haben.“ Diese Einschätzung untermauert die Theorie der Ermittler, dass die Tat im persönlichen Umfeld des Jungen verwurzelt ist.
Die Angeklagte Gina H. verfolgte die Verhandlungen ruhig, während ihre Verteidigung versuchte, die Glaubwürdigkeit der Zeugen zu erschüttern. BILD-Reporter Johannes Schmitz berichtete, dass Gina H. die Ermittler zu Fabians Leiche geführt hatte – ein entscheidender Hinweis, der zur Festnahme führte.
Beweisfotos und emotionale Momente
Im Verlauf des Prozesses wurden auch Fotos gezeigt, die schwer zu ertragen sind. Die Bilder dokumentieren den Tatort und die Verletzungen des Opfers. Mehrere Angehörige verließen während der Vorführung den Saal. Die Staatsanwaltschaft setzt auf diese Beweise, um die Schuld der Angeklagten zu belegen.
Der Prozess wird in den kommenden Wochen fortgesetzt. Ein Urteil wird nicht vor Ende des Jahres erwartet. Die Öffentlichkeit verfolgt den Fall mit großer Anteilnahme, da er Fragen nach der Sicherheit von Kindern und der Aufklärung von Gewalttaten aufwirft.



