Mutter-Kind-Heim-Mörder bringt sich im Gefängnis um
Mutter-Kind-Heim-Mörder bringt sich um

Täter tötet sich selbst in Haft

Der Mann, der im März 2021 in einem Mutter-Kind-Heim in Stade sechs Menschen getötet hatte, ist tot. Nach Angaben der Justizvollzugsanstalt (JVA) Celle hat sich der 41-Jährige am vergangenen Wochenende in seiner Zelle das Leben genommen. Die Beamten fanden ihn am Samstagmorgen leblos auf; Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

Hintergründe der Bluttat

Der Täter hatte am 11. März 2021 in einer Einrichtung für Mütter und Kinder in Stade sechs Menschen erschossen, darunter drei Kinder im Alter von zwei, vier und sechs Jahren. Die Tat ereignete sich am helllichten Tag; der Mann war mit einer Schusswaffe bewaffnet und feuerte wahllos um sich. Anschließend floh er, konnte aber wenige Stunden später von der Polizei festgenommen werden. Das Motiv war nach Angaben der Ermittler eine psychische Erkrankung; der Täter litt unter Wahnvorstellungen.

Rechtliche Konsequenzen

Im November 2022 wurde der Mann wegen sechsfachen Mordes zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt. Das Landgericht Stade stellte zudem eine Sicherungsverwahrung fest. Der Täter hatte die Taten gestanden, aber aufgrund seiner psychischen Erkrankung war eine verminderte Schuldfähigkeit nicht ausgeschlossen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte auf eine Unterbringung in der Psychiatrie plädiert, das Gericht entschied jedoch auf Haft.

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Suizid im Gefängnis

Die JVA Celle teilte mit, dass der Mann in den letzten Wochen auffällig ruhig gewesen sei, aber keine akuten Suizidabsichten geäußert habe. Eine Obduktion ergab, dass er sich durch Erhängen getötet hat. Die Polizei ermittelt nun zu den genauen Umständen des Todes; eine Fremdeinwirkung wird ausgeschlossen. Der Vorfall wirft erneut Fragen zur Sicherheit in Justizvollzugsanstalten auf, insbesondere bei psychisch kranken Häftlingen.

Die Angehörigen der Opfer wurden über den Tod des Täters informiert. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte: „Für die Hinterbliebenen ist dies ein weiterer schwerer Schlag. Sie müssen nun mit dem Wissen leben, dass der Täter sich einer weiteren Verantwortung entzogen hat.“

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