Polnische Aktivisten in Berlin festgenommen
In Berlin ist es zu einer Auseinandersetzung zwischen polnischen Aktivisten und der Polizei gekommen. Sechs Personen wurden vorübergehend festgenommen, wie die Berliner Polizei auf der Plattform X mitteilte.
Was geschah am Dienstagnachmittag?
Eine Gruppe von rund 15 Menschen, die gelbe Westen trugen, versammelte sich am späten Dienstagnachmittag am Skulpturenpark vor dem Reichstagsgebäude. Sie beabsichtigten, mit Transparenten und einem großen Holzkreuz zum nahegelegenen Gedenkort für Polen in der Heinrich-von-Gagern-Straße zu marschieren. Die Polizei untersagte ihnen jedoch diesen Marsch.
Angebot der Polizei abgelehnt
Ein Sprachmittler schlug der Gruppe vor, entweder eine Kundgebung am Skulpturenpark abzuhalten oder sich einzeln zum Gedenkort zu begeben. Die Aktivisten lehnten diesen Vorschlag jedoch ab und setzten ihren Weg mit dem Kreuz und den Transparenten in Richtung des Gedenksteins fort. Dieser erinnert an die Opfer des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzungsherrschaft in Polen zwischen 1939 und 1945.
Festnahmen und Zwangsmaßnahmen
Daraufhin nahm die Polizei sechs Personen vorübergehend fest. Da es dabei zu Widerstand kam, wurden auch Zwangsmaßnahmen angewendet. Alle Festgenommenen wurden später wieder entlassen. Die genauen Umstände des Vorfalls werden noch ermittelt, so ein Polizeisprecher am Morgen.
Hintergrund der Aktion
Nach Angaben des „Tagesspiegel“ steckt hinter der Aktion die rechtsextreme polnische Bürgerwehr „Ruch Obrony Granic“ („Bewegung zur Verteidigung der Grenzen“).



