Sachsen-Anhalt: Leichter Rückgang der Ermittlungsverfahren bei Staatsanwaltschaften
Sachsen-Anhalt: Leichter Rückgang der Ermittlungsverfahren bei Staatsanwaltschaften

Die Staatsanwaltschaften in Sachsen-Anhalt verzeichnen nach jahrelangem Anstieg erstmals wieder einen Rückgang der Verfahren. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg in ihrem Jahresbericht mitteilte, sanken die Geschäftszahlen im Jahr 2025 um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seit 2022 hatte es jeweils Zuwächse zwischen 3,1 und 5,7 Prozent gegeben. Landesweit gingen knapp 259.500 Verfahren bei den Staatsanwaltschaften ein.

Rückgänge gab es bei Verfahren zur Drogenkriminalität, Wirtschaftsstraftaten, Kinderpornografie und Umweltdelikten. Dagegen stiegen die Ermittlungsverfahren wegen Wohnungseinbruchdiebstahls um 14,7 Prozent und wegen rechtsextremistischer Straftaten um 8,4 Prozent. Generalstaatsanwältin Heike Geyer betonte, dass der Bereich der rechtsextremistisch und rassistisch motivierten Straftaten weiterhin besondere Aufmerksamkeit der Strafverfolgungsbehörden erfordere.

Die durchschnittliche Dauer eines Ermittlungsverfahrens blieb mit 1,8 Monaten unverändert. Gegen 9.889 Beschuldigte wurde Anklage erhoben, ein Anstieg um knapp fünf Prozent gegenüber 2024. Gegen etwa 13.100 Beschuldigte wurden Strafbefehle beantragt. Allerdings sind rund 24.400 Ermittlungsverfahren noch offen, fünf Prozent mehr als im Vorjahr, was knapp zwei Monatseingängen entspricht. Die Generalstaatsanwaltschaft bezeichnete die Zahl trotz des Anstiegs als maßvoll.

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Die Zahl der Staats- und Amtsanwälte sank von 249 auf 238, da Altersabgänge und Abgänge aus anderen Gründen die Neueinstellungen überwogen. Die Generalstaatsanwaltschaft sprach von einer Überalterung des Personalbestandes bei einem Durchschnittsalter von etwa 49 Jahren.

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