Sprengsätze in Thessaloniki: Eine Tote bei Anschlägen auf Politikerhäuser
Sprengsätze in Thessaloniki: Eine Tote bei Anschlägen

Bei koordinierten Angriffen auf Privathäuser von drei Politikern der konservativen Regierungspartei Nea Dimokratia in Thessaloniki ist in den frühen Morgenstunden des 1. Juli 2026 eine Person getötet worden. Griechische Behörden bestätigten, dass die Täter selbst gebastelte Sprengsätze einsetzten, die aus Butangasflaschen hergestellt waren. Vier weitere Menschen erlitten Verletzungen, darunter die ehemalige Parteikandidatin Afroditi Nestora, die Verbrennungen davontrug. Bei der Toten handelt es sich um Nestoras Mutter.

Anschläge auf drei Politiker der Regierungspartei

Die Angriffe galten neben Nestora auch dem Vorsitzenden des Parteivorstands, Sisis Ioakimovic, sowie dem ehemaligen Abgeordneten Savvas Anastasiades. Die Polizei geht davon aus, dass dieselben Täter für alle drei Anschläge verantwortlich sind. Ein Bekennerschreiben lag zunächst nicht vor. Die Hintergründe der Taten blieben vorerst unklar.

Mitsotakis: „Feiger, terroristischer und mörderischer Anschlag“

Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis verurteilte die Anschläge scharf. Er sprach von einem „feigen, terroristischen und mörderischen Anschlag“ und kündigte an, Thessaloniki zu besuchen, um seinen Parteikollegen beizustehen. In einer späteren Erklärung betonte Mitsotakis, im öffentlichen Leben des Landes existiere ein „mörderischer und unmenschlicher Charakter der blinden Gewalt“. Er mahnte eine Nulltoleranzpolitik gegenüber jeder neuen Form des Terrorismus an.

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Opposition verurteilt die Taten

Auch linke Oppositionsparteien verurteilten die Anschläge. Die Vorfälle reihen sich in eine Geschichte militanter Anschläge in Griechenland ein, die in den vergangenen Jahren meist nur Sachschäden verursacht hatten. Im Juli 2025 verletzte eine Bombe in Thessaloniki zwei Personen leicht, die offenbar für den Verbandschef der griechischen Gefängniswärter bestimmt war. Im Juli 2024 wurde ein Polizeibeamter verletzt, der das Haus eines hochrangigen Richters in Athen bewachte.

Ermittlungen laufen

Die Polizei ermittelt zu den Hintergründen der Anschläge. Bislang gibt es keine Hinweise auf die Täter oder ein Motiv. Die Behörden haben die Sicherheitsmaßnahmen in der Region verstärkt.

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