Verbeamtung abgelehnt: Feuerwehrtraum geplatzt – David W. verzweifelt am System
Verbeamtung abgelehnt: Feuerwehrtraum geplatzt

Traumberuf Feuerwehr: David W.s Kampf um die Verbeamtung

David W. aus Berlin hatte nur einen Berufswunsch: Berufsfeuerwehrmann. Nach erfolgreicher Ausbildung zum Brandmeister schien der Traum zum Greifen nah. Doch dann kam die Diagnose einer chronischen Erkrankung – und die Verbeamtung wurde abgelehnt. Der 28-Jährige steht nun vor dem Aus seiner Karriere, obwohl er nie aufgegeben hat.

Chronische Erkrankung stoppt Karriere

Bei David W. wurde eine entzündliche Darmerkrankung diagnostiziert. Obwohl er medikamentös gut eingestellt ist und keine Einschränkungen im Dienst hat, lehnte der Amtsarzt die Verbeamtung ab. „Ich kann meinen Job genauso gut machen wie jeder andere“, sagt David W. im Gespräch mit unserer Redaktion. „Aber das System lässt mich nicht.“

Die Feuerwehr Berlin bestätigt den Fall, verweist aber auf die gesetzlichen Vorgaben. „Bei chronischen Erkrankungen müssen wir im Zweifel für die Sicherheit der Kollegen und der Bevölkerung entscheiden“, so ein Sprecher. David W. fühlt sich ungerecht behandelt: „Ich habe jahrelang für diesen Beruf gebrannt, und jetzt soll alles umsonst gewesen sein?“

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Kampf gegen Bürokratie

Der Brandmeister hat bereits Widerspruch gegen die Entscheidung eingelegt. Seine Anwältin sieht gute Chancen: „Die Rechtsprechung hat in ähnlichen Fällen oft zugunsten der Betroffenen entschieden. Eine chronische Erkrankung allein ist kein Ausschlusskriterium.“ David W. hofft nun auf eine zweite Chance. „Ich will einfach nur meinen Traum leben“, sagt er.

Der Fall wirft grundsätzliche Fragen auf: Wie streng darf der Gesundheitscheck bei der Feuerwehr sein? Und werden geeignete Bewerber zu Unrecht aussortiert? Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert mehr Flexibilität. „Wir brauchen klare Kriterien, die nicht pauschal ausschließen“, so ein GdP-Sprecher.

Zukunft ungewiss

Bis zur Entscheidung über seinen Widerspruch arbeitet David W. im Innendienst der Feuerwehr. Ob er jemals wieder ausrücken darf, ist ungewiss. Seine Motivation ist ungebrochen: „Ich werde weiterkämpfen. Für mich und für alle, die ähnliche Probleme haben.“ Der Fall zeigt, wie schnell ein Traumberuf an bürokratischen Hürden scheitern kann.

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