Stromausfall Adlershof: Verdächtige wehren sich gegen Handy-Auswertung
Adlershof: Verdächtige wehren sich gegen Handy-Auswertung

Die vier Verdächtigen im Fall des Brandanschlags auf die Stromversorgung des Berliner Technologieparks Adlershof wehren sich vor Gericht gegen die Auswertung ihrer Mobiltelefone und anderer elektronischer Geräte. Eine gerichtliche Entscheidung über die Zulässigkeit der Auswertung steht noch aus, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Berlin gegenüber der Berliner Morgenpost bestätigte. Zuvor hatte die „Welt am Sonntag“ über den Fall berichtet.

Beschlagnahmung bei Razzia im März

Die Geräte wurden bei einer Razzia im März beschlagnahmt, etwa ein halbes Jahr nach dem Anschlag. Damals durchsuchten rund 500 Einsatzkräfte 17 Objekte, davon 14 in Berlin. Im Fokus der Ermittlungen stehen vier Personen im Alter von 28 bis 36 Jahren – zwei Männer und zwei Frauen, die alle der linksextremen Szene zugerechnet werden.

Die vier stehen im Verdacht, im September 2025 einen Brandanschlag auf das Stromnetz im Berliner Südosten verübt zu haben. Ziel war der Technologiepark Adlershof. Durch den Anschlag kam es zu einem Stromausfall, von dem rund 50.000 Menschen und Hunderte Unternehmen betroffen waren. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen verfassungsfeindlicher Sabotage.

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Rechtliche Hürden bei der Auswertung

Die Verdächtigen wehren sich nun juristisch gegen die Auswertung der sichergestellten Geräte. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft erklärte: „Die Entscheidung des Gerichts steht noch aus.“ Solange keine richterliche Anordnung vorliegt, dürfen die Ermittler die Daten nicht auslesen. Dies könnte die Aufklärung des Falls verzögern. Die Behörde hofft, durch die Auswertung weitere Beweise für die Tat und mögliche Verbindungen zu anderen Straftaten zu finden.

Der Anschlag auf die Stromversorgung des Technologieparks hatte weitreichende Folgen. Neben den privaten Haushalten waren auch Forschungseinrichtungen und Unternehmen betroffen, die teilweise tagelang ohne Strom auskommen mussten. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, doch der Widerstand der Verdächtigen gegen die Handy-Auswertung stellt ein Hindernis dar.

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