Asylzahlen halbiert: Drei Grafiken zeigen die Wende in der Migrationspolitik
Asylzahlen halbiert: Drei Grafiken zeigen die Wende

Die Zahl der Asylanträge in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 50 Prozent gesunken. Das geht aus aktuellen Daten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hervor, die der Politik-Redakteur Elias Sedlmayr analysiert hat. Drei Grafiken verdeutlichen die Entwicklung.

Rückgang der Asylanträge

Während im ersten Halbjahr 2024 noch etwa 150.000 Erstanträge gestellt wurden, waren es im gleichen Zeitraum 2025 nur noch rund 75.000. Dies entspricht einem Rückgang um genau 50 Prozent. Besonders stark fiel der Rückgang bei Anträgen aus Syrien und Afghanistan aus.

Veränderte Herkunftsländer

Die Grafik zeigt auch eine Verschiebung der Herkunftsländer. Während Syrien, Afghanistan und die Türkei 2024 noch die Spitzenplätze belegten, sind es 2025 vermehrt Länder wie Georgien, Moldau und Indien. Allerdings sind die absoluten Zahlen auch hier rückläufig.

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Asyl-Wende eingeleitet

Politikwissenschaftler sehen in den Zahlen eine Trendwende. „Die verschärften Grenzkontrollen und die beschleunigten Asylverfahren zeigen Wirkung“, so ein Experte. Die Bundesregierung hatte im Herbst 2024 ein Maßnahmenpaket verabschiedet, das unter anderem schnellere Abschiebungen und eine stärkere Kontrolle der EU-Außengrenzen vorsieht.

Die Opposition kritisiert hingegen, dass die Zahlen immer noch zu hoch seien. Die Union fordert weitere Verschärfungen. Die SPD hingegen warnt vor einer „Abschottungspolitik“. Die Debatte um die Migrationspolitik bleibt damit weiterhin eines der zentralen Themen im Bundestagswahlkampf.

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