Keine zentrale IT-Übersicht in Berlin
Im Land Berlin fehlt weiterhin eine zentrale Übersicht über die in der Verwaltung eingesetzte IT. Weder Hard- noch Software – die sogenannten Fachverfahren – würden zentral registriert und gemanagt, erklärte Andreas Gundlack, Leiter der Abteilung Infrastruktur und Basisdienste im IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ), am Montag im Berliner Abgeordnetenhaus.
Verspätete Windows-Updates verursachen Millionenkosten
Bereits am 14. Oktober 2025 hätten alle Windows-Rechner in der Berliner Verwaltung umgestellt sein müssen. Das Update misslang jedoch, und die dafür verantwortlichen Probleme bleiben ungelöst. Die verspäteten Updates kosten die Stadt Millionen.
Laut Gundlack ist die fehlende Transparenz ein strukturelles Problem. Ohne eine vollständige Erfassung aller IT-Systeme sei es unmöglich, Sicherheitslücken rechtzeitig zu schließen oder Updates effizient zu planen. Die Folge seien nicht nur finanzielle Einbußen, sondern auch erhöhte Sicherheitsrisiken.
Politischer Druck wächst
Die Opposition im Abgeordnetenhaus kritisierte die schleppende Digitalisierung der Hauptstadt. „Es kann nicht sein, dass Berlin bei der IT-Infrastruktur hinterherhinkt und dabei Millionen verschwendet“, sagte ein Abgeordneter der CDU-Fraktion. Auch der Rechnungshof hatte bereits mehrfach auf die Mängel hingewiesen.
Das ITDZ steht nun unter Druck, endlich eine zentrale Lösung zu schaffen. Gundlack kündigte an, dass ein entsprechendes Projekt in Planung sei. Wann es umgesetzt werde, ließ er jedoch offen.



