Der Tod des iranischen Revolutionsführers Ali Chamenei hat unter Exil-Iranern in Deutschland gemischte Reaktionen ausgelöst. In Merseburg äußerten sich viele Betroffene mit einer Mischung aus Hoffnung und Sorge über die Zukunft ihres Heimatlandes.
Einige Exil-Iraner sehen in Chameneis Ableben eine Chance für politische Veränderungen im Iran. Sie hoffen auf eine Lockerung der strengen islamischen Regeln und mehr Freiheiten für die Bevölkerung. „Nach all den Jahren endlich wieder Hoffnung“, sagte ein Exil-Iraner in Hamburg, der anonym bleiben möchte.
Gleichzeitig gibt es Befürchtungen, dass die Macht im Iran an noch radikalere Kräfte fallen könnte. Die Sorge vor einer Verschärfung der Repressionen und einer weiteren Einschränkung der Menschenrechte ist groß. Viele Exil-Iraner beobachten die Entwicklungen in Teheran daher mit großer Aufmerksamkeit.
Die deutsche Regierung hat sich bisher zurückhaltend zu den Ereignissen im Iran geäußert. Man wolle die weitere Entwicklung abwarten, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Die Exil-Iraner in Merseburg fordern jedoch ein entschlosseneres Eintreten für Demokratie und Menschenrechte im Iran.



