Michele (22) in Epstein-Akten: Staatsanwaltschaft sieht keinen Anfangsverdacht
Michele in Epstein-Akten: Kein Anfangsverdacht

Im Jahr 2012 zog die 22-jährige Deutsche Michele nach Dubai, wo sie als Kellnerin arbeitete. Dort lernte sie einen angeblichen Modelscout kennen. Drei Jahre später, 2015, verschwand die junge Frau spurlos. Elf Jahre nach ihrem Verschwinden tauchte ihr Name plötzlich in den Unterlagen rund um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) auf. Die Polizei prüfte daraufhin den Verdacht, Michele könnte Opfer einer Straftat geworden sein – doch bislang fehlen konkrete Hinweise. Die Staatsanwaltschaft sieht keinen Anfangsverdacht.

Ermittlungen ohne Durchbruch

Die Ermittler verfolgten Micheles Spur von Dubai bis in die USA. Dabei spielte der dubiose Modelscout eine zentrale Rolle. Trotz intensiver Nachforschungen konnten die Behörden jedoch keine belastbaren Beweise für ein Verbrechen finden. Die heute 33-Jährige wird weiterhin international gesucht, obwohl sie zum Zeitpunkt ihres Verschwindens volljährig war.

Verbindung zu Epstein

Der Name Michele tauchte in den sogenannten Epstein-Akten auf, die nach dem Tod des Sexualstraftaters veröffentlicht wurden. Diese Dokumente enthalten Informationen über mögliche Opfer und Mittäter. Die Polizei nahm daraufhin Ermittlungen auf, um zu klären, ob Michele mit Epstein in Kontakt stand oder Opfer eines Menschenhandelsnetzwerks wurde. Bislang gibt es jedoch keine konkreten Hinweise auf eine Straftat.

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Internationale Suche

Die Suche nach Michele läuft international. Interpol und andere Behörden sind eingeschaltet. Die Familie der Vermissten hofft weiterhin auf Antworten. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte: „Bislang liegen keine ausreichenden Anhaltspunkte für ein Ermittlungsverfahren vor. Die Prüfung ist jedoch noch nicht abgeschlossen.“

Hintergrund: Jeffrey Epstein

Jeffrey Epstein war ein US-amerikanischer Finanzier und verurteilter Sexualstraftäter. Er starb 2019 in Untersuchungshaft. Seine Kontakte zu zahlreichen Prominenten und Politikern sorgten weltweit für Aufsehen. Die Epstein-Akten enthalten tausende Seiten mit belastendem Material.

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