Rund 2000 Neu-Potsdamer haben seit der Einführung der elektronischen Wohnsitzanmeldung vor einem Jahr ihren Wohnsitz online angemeldet und damit auf einen persönlichen Termin im Bürgerservicecenter verzichtet. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Potsdam hatte den elektronischen Service als erste Kommune in Brandenburg eingeführt.
Nutzungsquote von zwölf Prozent
Im ersten Jahr wurden durchschnittlich rund zwölf Prozent aller Wohnsitzanmeldungen online abgewickelt. Die Nutzung blieb damit hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Karsten Lauber, Fachbereichsleiter Bürgerservice, nannte dafür mehrere Gründe: „Manche stehen vor technischen Hürden oder haben Berührungsängste mit der Technik. Andere erfüllen die Voraussetzungen schlichtweg nicht und wiederum andere möchten sichergehen, dass beim Umzug alles glattläuft, und klären deshalb Fragen direkt mit unseren Mitarbeitenden am Schalter.“
Terminsituation beeinflusst Nutzung
Auffällig war, dass das Interesse am Onlinedienst zunächst zurückging, als sich die Terminsituation im Bürgerservice verbesserte. „Wir vermuten, dass die Bürger den Weg zum Amt vorziehen“, so Lauber. Mittlerweile zieht die Zahl digitaler Anträge laut Stadt wieder an.
Kooperation mit Hausverwaltungen
Um die Nutzung zu steigern, kooperiert die Stadt seit Ende 2025 mit mehreren Potsdamer Hausverwaltungen. Neue Mieter erhalten demnach bereits beim Abschluss ihres Mietvertrags Hinweise auf die digitale Anmeldeoption. Voraussetzung für die Nutzung der elektronischen Wohnsitzanmeldung ist ein Personalausweis oder eine eID-Karte mit aktivierter Online-Ausweisfunktion.



