50-Meter-Urbanliner: Berlins Superlange Tram startet Mitte Juli
Urbanliner: Berlins Superlange Tram startet Mitte Juli

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben grünes Licht für den Betrieb der neuen 50-Meter-Tram Urbanliner erhalten. Ab Mitte Juli soll das Fahrzeug auf der Linie M4 zwischen Hackeschem Markt und Hohenschönhausen beziehungsweise Falkenberg eingesetzt werden. Die ersten Test- und Schulungsfahrten beginnen am kommenden Mittwoch, dem 8. Juli, wie die BVG mitteilte.

Zulassung nach langem Hin und Her

Die zuständige Technische Aufsichtsbehörde (TAB) erteilte für das erste Fahrzeug die Inbetriebnahmegenehmigung. Damit kann der Betrieb nun starten. Eigentlich sollte die Tram bereits im Februar in den Fahrgastbetrieb gehen, doch ein geplantes Event mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wurde kurzfristig abgesagt. Hintergrund waren Uneinigkeiten mit der Zulassungsbehörde, die vor allem das Gewicht der Fahrzeuge betrafen. Im Bereich des Alexanderplatzes mussten im U-Bahn-Tunnel zwei zusätzliche Stützen eingebaut werden, um die Belastung zu kompensieren.

Die TAB muss jedes Fahrzeug für jede Linie einzeln zulassen. Daher bezieht sich die Genehmigung zunächst ausschließlich auf die Linie M4. „Perspektivisch ist der Einsatz der neuen Trams auch auf anderen Linien denkbar“, teilte die BVG mit.

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Flottenausbau bis 2028

Die BVG plant, die Flotte auf der M4 noch in diesem Jahr auf rund 15 Fahrzeuge auszubauen. Bis 2028 soll sich diese Zahl verdoppeln, sodass dann der gesamte Verkehr auf der M4 mit dem Urbanliner abgewickelt werden kann. Der Urbanliner, gebaut vom Hersteller Alstom, bietet Platz für 312 Fahrgäste, darunter 92 Sitzplätze. Das Fahrzeug war bereits im Sommer 2024 bei der BVG in den Testbetrieb gegangen, damals wurde ein Einsatz im Fahrgastbetrieb für das erste Quartal 2025 angekündigt.

Hintergrund der Verzögerungen

Die Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des Urbanliners waren auf technische und bürokratische Hürden zurückzuführen. Neben dem Gewichtsproblem, das zusätzliche Stützen am Alexanderplatz erforderte, gab es auch Diskussionen mit der Zulassungsbehörde. Die BVG betonte, dass die Zulassung weiterer Züge voranschreite. Die neue Tram-Generation soll langfristig die älteren Fahrzeuge ersetzen und den Fahrgastkomfort sowie die Kapazität auf stark frequentierten Linien erhöhen.

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