Duisburg gedenkt 16 Jahre nach Loveparade-Katastrophe der 21 Opfer
16 Jahre nach Loveparade: Duisburg gedenkt der Opfer

16 Jahre nach dem tragischen Unglück bei der Loveparade in Duisburg, bei dem am 24. Juli 2010 insgesamt 21 Menschen im Alter von 17 bis 38 Jahren ums Leben kamen und Hunderte verletzt wurden, hält die Stadt das Gedenken an die Opfer wach. Am Freitag, dem 24. Juli 2026, finden eine Andacht und eine öffentliche Gedenkveranstaltung statt, die erstmals von der Stadt selbst organisiert werden. Zuvor hatte die inzwischen aufgelöste Opferstiftung „Stiftung Duisburg 24.7.2010“ diese Aufgabe übernommen.

Gedenkveranstaltungen in bewährter Form – ohne Nacht der 1.000 Lichter

Die etablierten Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag sollen weitgehend unverändert stattfinden, wie ein Stadtsprecher bestätigte. Allerdings entfällt die traditionelle „Nacht der 1.000 Lichter“, die stets am Vorabend des Jahrestages am Unglücksort abgehalten wurde. Diese sei immer aus dem Kreis der Betroffenen organisiert worden, so der Sprecher. In diesem Jahr werde die Tradition nicht fortgeführt. Die Angehörigen der Opfer wurden wie in den vergangenen Jahren nach Duisburg eingeladen. Sie kommen zunächst zu einer nicht öffentlichen Andacht zusammen, bevor um 16.30 Uhr die öffentliche Gedenkfeier in dem Straßentunnel beginnt, in dem sich das tödliche Gedränge ereignete.

Wendepunkt nach 15 Jahren: Stiftung aufgelöst

Der 15. Jahrestag im vergangenen Jahr markierte einen Wendepunkt, da sich die „Stiftung Duisburg 24.7.2010“ satzungsgemäß auflöste. Die Stiftung hatte jahrelang traumatisierte Opfer und Hinterbliebene unterstützt und maßgeblich die Gedenkstelle sowie die jährlichen Veranstaltungen geprägt. Viele Eltern der Opfer können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr anreisen. Dennoch versichern alle Beteiligten, dass die Stadt weiterhin an das Unglück und die Opfer erinnern werde.

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Juristische Aufarbeitung blieb ohne Konsequenzen

Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 kam es am einzigen Ein- und Ausgang des Festivalgeländes zu einer Massenpanik. Experten wiesen auf zahlreiche Mängel bei der Planung und Genehmigung der Großveranstaltung hin. Dennoch wurde juristisch nie jemand zur Verantwortung gezogen. Die Stadt Duisburg sucht nun nach einem neuen Umgang mit der Katastrophe.

Neue Pläne für das ehemalige Festivalgelände

Auch für das damalige Festivalgelände, eine Brachfläche südlich des Hauptbahnhofs, gibt es neue Pläne. Die Stadt will dort ein modernes und nachhaltiges Quartier errichten. Allerdings werden die Pläne derzeit komplett überarbeitet, da die Nachfrage nach Büroräumen seit der Corona-Pandemie deutlich zurückgegangen ist. Wann die Bauarbeiten beginnen, ist unklar. Die Unglücksstelle soll jedoch nicht aus dem Stadtbild verschwinden. Die Rampe, die ein Investor zwischenzeitlich umgebaut und deutlich schmaler gestaltet hatte, soll wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden. Nach Fertigstellung des Quartiers soll sie Teil einer ruhigen Parkanlage sein.

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