Ein 35-jähriger Mann hat sich am Samstag in Dortmund einer Personenkontrolle am Hauptbahnhof widersetzt und dabei mehrere Polizisten angegriffen. Zwei Beamte wurden verletzt, wie die Bundespolizei mitteilte. Einer der verletzten Polizisten war nach dem Einsatz nicht mehr dienstfähig. Beide kamen zur medizinischen Abklärung in ein Krankenhaus.
Widerstand eskaliert auf der Dienststelle
Der Vorfall ereignete sich zunächst im Bahnhofsbereich, als die Beamten den Mann kontrollieren wollten. Dieser weigerte sich und leistete körperlichen Widerstand. Nach der Festnahme wurde er zur nahegelegenen Dienststelle gebracht. Dort eskalierte die Situation erneut: Der 35-Jährige schlug mehreren Polizisten mit den Ellbogen ins Gesicht, traf einen weiteren Beamten am Knie und trat um sich, als er am Boden lag. Erst der Einsatz von Fußfesseln brachte die Lage unter Kontrolle, so die Bundespolizei.
Haftbefehl wegen Sachbeschädigung
Bei der Identitätsfeststellung stellte sich heraus, dass gegen den Mann ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Münster vorlag. Er wurde wegen Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe von rund 2.600 Euro verurteilt. Da er diese Summe nicht begleichen konnte, muss er nun eine 21-tägige Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen. Zudem leitete die Bundespolizei ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung ein.
Hintergrund und weitere Maßnahmen
Der Vorfall am Hauptbahnhof Dortmund zeigt erneut die Gefahren, denen Polizisten bei routinemäßigen Kontrollen ausgesetzt sind. Die Bundespolizei betonte, dass derartige Widerstandshandlungen konsequent verfolgt werden. Der 35-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen einer Justizvollzugsanstalt zugeführt. Weitere Details zu seinem Aufenthaltsstatus oder Vorstrafen wurden zunächst nicht bekannt.



