Florian Lipowitz nach Sturz-Aus bei der Tour de France: „Ich verfolge die Tour nicht mehr“
Lipowitz: „Ich verfolge die Tour nicht mehr“

Der deutsche Radprofi Florian Lipowitz (25) hat sich nach seinem schweren Sturz bei der Tour de France erstmals öffentlich geäußert. Der Kapitän des Teams Red Bull-Bora-hansgrohe war am Dienstag beim Einzelzeitfahren in Thonon-les-Bains gestürzt. Er unterschätzte eine Rechtskurve, rutschte mit dem Rad weg und schlitterte mit der Schulter voran gegen einen hohen Bordstein. Die Diagnose: Schlüsselbeinbruch. Noch am selben Abend wurde der Tour-Dritte von 2025 in der Schweiz operiert. Am Donnerstag reiste er nach Hause nach Österreich, wo er sich nun erholt.

Erste Reaktion nach der Operation: „Mir geht es ganz gut“

In einem Interview mit der ARD sagte Lipowitz: „Mir geht es den Umständen entsprechend ganz gut. Die Operation ist gut verlaufen.“ Besonders freut ihn die große Anteilnahme der Radsportfans. „Es gab extrem viele Rückmeldungen, aber ich war nicht oft am Handy und habe die Zeit mehr mit der Familie verbracht. Aber das gibt Motivation, so schnell wie möglich zurück aufs Rad zu kommen, doch das dauert noch ein paar Tage. Ich kann nur allen Fans Danke sagen für die Unterstützung, auch in den zwei Wochen vor dem Aus. Das, was stimmungsmäßig los war, wird keiner der deutschen Fahrer so schnell vergessen.“

Insbesondere die Etappe entlang der deutschen Grenze nach Le Markstein säumten tausende Deutsche die Strecke. Auch in den Alpen waren viele Fans präsent. Lipowitz bekam dies nicht mehr live mit – und auch am Fernseher verfolgte er die Tour nicht. „Ich verfolge die Tour nicht groß, bekomme aber natürlich die Ergebnisse des Teams mit. Aber ich habe generell versucht, die Tour und den Radsport an sich zur Seite zu legen“, erklärte der Schwabe.

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Teamkollege Evenepoel auf dem Podium

Dass sein Co-Kapitän Remco Evenepoel (26/Belgien) als Zweiter hinter dem überragenden Tadej Pogacar (27/Slowenien) ins Ziel kam und sogar zwei Etappensiege feiern konnte, freut Lipowitz dennoch. „Das Team hat auf dieses Ergebnis hingearbeitet. Wir haben einen Fahrer auf dem Podium. Ich hoffe, dass sie in Paris richtig feiern werden.“

Offene Rückkehr: Auch Rippen verletzt

Wann Lipowitz wieder aufs Rad steigen kann, ist ungewiss. Offenbar wurde nicht nur das Schlüsselbein in Mitleidenschaft gezogen. „Ich habe noch mit den Rippen und dem Atmen zu kämpfen und freue mich schon jetzt darauf, wenn ich wieder schmerzfrei auf dem Rad sitzen kann“, sagt Lipowitz. Die Rehabilitation wird einige Zeit in Anspruch nehmen, doch der 25-Jährige bleibt zuversichtlich. Die Unterstützung der Fans gibt ihm Kraft für den Weg zurück.

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